Die Räumung von Schnee und Eis auf Gehwegen ist Sache der Grundstückseigentümer. © picture alliance / dpa
Fragen und Antworten

Winterdienst: Räum- und Streupflicht ist wichtige Sicherungsmaßnahme

Bei Glätte müssen Straßen, Gehwege und Plätze von Schnee und Eis geräumt werden. Der Winterdienst ist in der Straßenreinigungssatzung geregelt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wie sieht der Winterdienst seitens der Stadt konkret aus?

Bei Schnee und Eis sind die städtischen Mitarbeiter oft schon früh morgens um 4 Uhr unterwegs. Sie streuen bei Glättegefahr die Straßen, die nach einer Prioritätenliste abgearbeitet werden. „In Haltern werden insgesamt ca. 300 Straßen und ca. 200 Einzeleinsatzstellen betreut“, so Stadtsprecher Georg Bockey. Hierfür sind sechs Fahrzeuge und bis zu neun manuelle Kolonnen im Einsatz. Nebenstraßen werden nur in besonderen Fällen vom Schnee geräumt. Gleiches gilt für einen Teil des Halterner Radwegenetzes.

Wie viele Mitarbeiter sind für den Winterdienst der Stadt zuständig?

14 Mitarbeiter befinden sich im 24 Stunden-Bereitschaftsdienst und kümmern sich auch darum, dass die Bushaltestellen und Fußgängerüberwege außerhalb der Dienstzeit bei Winterwetter begehbar bleiben. Bei extremen Witterungsverhältnissen arbeiten die Mitarbeiter rund um die Uhr. In einem Silo am Baubetriebshof sind bis zu 100 Tonnen Salz eingelagert.

Was muss ich eigentlich als Anlieger beachten?

Der Winterdienst ist in der aktuellen Straßenreinigungssatzung geregelt. Die Straßenreinigungssatzung kann auf der Internetseite der Stadt nachgelesen werden. „Die Räumung von Schnee und Eis auf Gehwegen ist Sache der Grundstückseigentümer und gehört zur Verkehrssicherungspflicht“, betont Stadtsprecher Georg Bockey. Als Regel gilt: Gehwege sind in einer Breite von 1,50 Meter von Schnee freizuhalten, nur bei Eis- und Schneeglätte muss gestreut werden. „Kommt jemand wegen mangelnder Winterwartung auf dem Gehweg zu Schaden, muss der Grundstückseigentümer gegebenenfalls dafür haften.“

Wann muss ich räumen?

Für Anlieger gilt, dass von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte unverzüglich nach Schneefall-Ende beziehungsweise nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden muss. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen. Wenn es während des Tages weiterschneit oder es durch Niederschläge weiterhin zur Glättebildung kommt, müssen Sie unter Umständen auch wiederholt die Gehwege vor Ihrem Grundstück räumen oder streuen. Dauerschneefall macht einen Streudienst meist unmöglich. Man sollte deshalb abwarten, bis „Frau Holle“ ihr Werk vollbracht hat. Außerdem ist ein vorbeugendes Streuen nicht erforderlich. Bockey: „Letztendlich muss man die Witterungssituation ständig beobachten.“

Wohin mit dem Schnee?

Schnee und Eis von Grundstücken dürfen nicht auf die Straße geschafft werden. Der Fahr- und Fußgängerverkehr darf durch Schneeberge nicht mehr als nötig behindert oder gefährdet werden. „Deshalb unsere Bitte an die Bürgerinnen und Bürger den geräumten Schnee lieber im Vorgarten ablagern, als in der Fahrbahnrinne“, so Bockey. Einläufe in Entwässerungsanlagen sollten von Schnee und Eis freigehalten werden, um bei Tauwetter den ungehinderten Abfluss des Schmelzwassers zu gewährleisten. Hydranten sind ebenfalls von Schnee und Eis zu befreien. Bockey: „Denken Sie bitte auch an die Mitarbeiter von der Müllabfuhr – Halten Sie die Transportwege für die Abfallbehälter frei – wir sind Ihnen dankbar dafür.“

Darf Salz verwendet werden?

Grundsätzlich sollten abstumpfende Mittel (Split und Sand) gegen Glätte eingesetzt werden, nur in wenigen Ausnahmefällen ist der Einsatz von Salz erlaubt: etwa bei Eisregen oder wenn trotz des Einsatzes der „abstumpfenden Mittel“ weiterhin Rutschgefahr besteht. Dies gilt etwa an Treppen, Rampen, Brückenauf- oder -abgängen, Bereichen mit starkem Gefälle, beziehungsweise Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten.

An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?

Das Bürgerbüro ist erreichbar unter Tel. 93 31 80 und der Baubetriebshof unter Tel. 93 34 71. Darüber hinaus gibt es Infos auf der Homepage der Stadt unter: www.haltern-am-see.de

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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