So sah der Park zwischen Pregelstraße und Kleiner Abrede am Ostermontag aus. © Privat
Aprilwetter

Wetter in Haltern: „Die Winterreifen könnten noch gebraucht werden“

Nach dem Schnee-Hagel-Mix der letzten Tage: Sollen wir schon die Winterreifen an unseren Autos austauschen? Wir haben David Bötzel, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Essen, gefragt.

Vom Schnee am zweiten Ostertag (5. April) wurden die Halterner überrascht. Ein ungewöhnliches Wetterphänomen ist so ein Kälteeinbruch kurz nach dem Frühlingsanfang in unserer Region jedoch nicht.

„Das kann durchaus vorkommen“, sagt David Bötzel, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Essen. Für den Experten ist das „ein klassisches Aprilwetter, vielleicht auf etwas kühlerem Niveau als wir es im Durchschnitt der vergangenen Jahre erlebt haben“. Typisch sind große Unterschiede: Zwischen den Schauern kräftige Aprilsonne – während des Schauers kräftiger Schnee oder Graupel und Temperaturrückgang.

In Haltern haben wir beispielsweise auch im April 2016 Schnee und Graupelschauer erlebt.

Wer aktuell schon damit spekuliert, seine empfindlichen Pflanzen im Garten oder auf der Terrasse vom Frostschutz zu befreien oder die Sommerreifen am Auto aufziehen möchte, sollte damit lieber noch etwas warten. David Bötzel schließt nicht aus, dass wir in Haltern in nächster Zeit noch Eis und Schnee bekommen werden.

Ein Zwischenhoch ist im Anmarsch

Grundsätzlich werde jetzt erst einmal ein Zwischenhoch eintreffen. Am Donnerstag (8. April) erreichen die Tagestemperaturen in Haltern 8 bis 9 Grad. Auch in der Nacht wird es höchstens vereinzelt in Bodenhöhe leichten Frost geben. Es wird zwar viele Wolken geben, aber relativ trocken bleiben. Auch der Freitag wird von vielen Wolken geprägt sein und trocken bleiben.

Anders sieht es am Wochenende aus, das sehr regnerisch ausfallen wird.

„Es ist noch nicht ganz raus, wie es danach weitergeht“, erklärt David Bötzel auf Anfrage. Es sei wieder kalte Luft im Anmarsch. „Wenn es ganz blöd läuft“, könnte es noch einmal schneien. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 10 bis 15 Prozent.

Dass es im April und sogar noch später in unseren Breiten zu Schneefällen kommt, kannten schon unsere Vorfahren. So besagt eine alte Bauernregel „Aprilschnee bringt Gras und Klee“. Hobbygärtner sollten sich vielleicht an folgende überlieferte Weisheit halten: „Säen am 1. April verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel.“

Für David Bötzel ist auch die Verbindung von Schneefall und Gewitter, wie wir es am Montag in Haltern beobachten konnten, kein Phänomen, das ihn verwundert. Es sei allenfalls nicht alltäglich. Arktische Kaltluft aus Norden und höhenkalte Luft gepaart mit der Aprilsonne, ergeben kräftige Schauer und einzelne Gewitter.

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Silvia Wiethoff

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