Zu Stoßzeiten herrscht im Kreuzungsbereich Glashütte (Recklinghäuser Straße / Lorenkamp) Hochbetrieb – Stau inklusive. Die Stadt treibt eine Wende voran. © Kevin Kindel
Neuer Bebauungsplan

Wender an der Glashütte: Stadt Haltern rechnet mit komplexem Verfahren

Der Verkehrsknotenpunkt an der Glashütte stößt schon lange an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Ein Wender soll her. Die Stadt schafft für dessen Bau erste Voraussetzungen. Ob es hilft?

Spätestens, wenn der neue Pendlerparkplatz am Ikenkamp voll genutzt wird, droht an der Kreuzung Glashütte ein Chaos. Frühestens in einigen Jahren wird der gewünschte Wender fertig sein. „Es ist ein komplexes Verfahren“, sagte Stadtplaner Ingo Stapperfenne im Stadtentwicklungsausschuss. Die Stadt legt jetzt einen Bebauungsplan auf, der nach einstimmigem Beschluss der Politik in Kürze öffentlich ausgelegt wird. Ob damit der Bau des Wenders beschleunigt werden kann, hängt maßgeblich vom Straßenbaulastträger, Straßen NRW, ab.

Stadtplaner: Das Projekt nicht unnötig hemmen

„Das hätte schon viel früher geschehen müssen“, kritisierte Beate Pliete (SPD), aber sie wie auch alle anderen Parteien sind froh, wenn Bewegung in das Projekt kommt. Auch der Radverkehr soll einen wichtigen Part einnehmen, aber Vorhaben wie die Stever-Lippe-Passage oder Radweg Recklinghäuser Damm sollen erst einmal eine untergeordnete Rolle spielen. „Wir wollen die Verwirklichung des Projektes nicht mit zusätzlichen Maßnahmen hemmen“, erklärte dazu Ingo Stapperfenne.

Der Knotenpunkt Recklinghäuser Damm/Recklinghäuser Straße/Lorenkamp hat eine verkehrswichtige Bedeutung für Haltern. Er wickelt den Durchgangsverkehr auf der L551 ab und erschließt die neue Park-&Ride-Anlage am Bahnhof. Darüber hinaus verbindet er die Fahrradrouten von Bossendorf und Flaesheim in die Innenstadt. Ein Wender soll künftig Entlastung bringen. Er bindet Wendefahrbahnen in die Hauptachse ein, sodass es beim Abbiegen zu keinen Behinderungen kommt.

Stadt braucht für den Wender Nachbar-Grundstücke

Ein Wender beansprucht allerdings mehr Platz als jetzt die Kreuzung. Deshalb hat die Stadt Gespräche mit Eigentümern angrenzender Grundstücke geführt. Es bestehe eine grundsätzliche Bereitschaft zum Verkauf, sagte Baudezernent Siegfried Schweigmann und deutete an, dass alles eine Frage des Geldes ist.

Um Baurecht zu schaffen, muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Parallel dazu will die Verwaltung mit dem Landesbetrieb Straßenbau eine Planungsvereinbarung treffen. Die Ergebnisse der Gespräche will die Verwaltung den zuständigen politischen Gremien vorstellen. Stapperfenne sagte aber auch: Die Aufstellung des Bebauungsplanes ist zeitlich unabhängig von der Förderung und der weiteren Fachplanung. Heißt: Geduld ist gefragt.

Und Überzeugungskraft. Bekanntlich hat sich die Stadt beim Förderwettbewerb des Bundesamtes für Güterverkehr unter dem Titel „Leuchttürme des Radverkehrs“ mit dem Wender-Projekt beworben.

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Elisabeth Schrief

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