Den Friseurbesuch wollte der Autor nicht länger aufschieben, also versuchten er und eine „Helferin“ es selbst. © Privat
Selbstversuch

Vorsicht beim Selbstversuch: Ein paar Haare zu viel verloren

Je länger der Lockdown dauert, desto länger werden auch die Haare. Den Autor hat dieser Umstand irgendwann gestört, also griff er zur Haarschneide-Maschine. Ein Selbstversuch.

Mit dem Lockdown aufgrund der Coronavirus-Krise komme ich persönlich gut klar, auch wenn die Kollegen fehlen, die man seit rund drei Monaten nicht gesehen hat. Mehr Probleme bereitete in den vergangenen Tagen dafür die immer größer werdende Haarpracht. Um der Haare Herr zu werden, dauerte der routinemäßige Badbesuch am Morgen länger und länger. Also wurde auf die Schnelle eine Haarschneide-Maschine bestellt, die Freundin durfte sich als Friseurin austoben – nicht ohne Angst nach zuvor gehörten Erfahrungsberichten.

Bereits dem Kollegen Daniel Winkelkotte hatte seine ungeschnittene Kopfbedeckung rund zwei Wochen zuvor zum Selbstversuch angeregt. Die Idee, die Kinderbastelschere seiner Tochter zum Haareschneiden zu benutzen, erwies sich im Nachhinein als nicht ganz so gelungen – am Ende des Versuchs waren fast alle Haare ab.

Zehn Millimeter, sechs Millimeter

Um dieser Gefahr zu entgehen, ging die Partnerin behutsam ihrer neuen Berufung nach. Zehn Millimeter, dann sechs Millimeter an den Seiten: Langsam tastete sie sich heran, um dem eigentlichen Haarschnitt, dem Undercut, so nahe wie möglich zu kommen. Nun fiel allerdings auf, was noch fehlte: die Schere. Eine Bastelschere für Kinder wie beim Kollegen haben wir nicht – also was tun?

Die Partnerin bediente sich der Barthaarschere. Langsam und in kleinen Schritten schnitt die Freundin das Haupthaar ab. Das Ergebnis – so viel war nach der Überprüfung ihrer Arbeit im Spiegel sicher – konnte sich aber sehen lassen. Das Ziel war erreicht: Die Mähne ist wieder leichter zu bändigen, auch wenn vorne eventuell noch ein wenig nachgeschnitten werden muss.

Am 1. Februar waren die Haare noch etwas länger. Zwei Tage später das Ergebnis des Selbstversuchs.
Am 1. Februar waren die Haare noch etwas länger. Zwei Tage später das Ergebnis des Selbstversuchs. © Jürgen Wolter © Jürgen Wolter

Doch ein paar Haare zu viel verloren

Schmerzlich blöde war dann aber der Versuch, meinen Schnäuzer, an dem ich mittlerweile sehr hing, den meine Kollegen allerdings immer „abscheulich“ fanden, gleichmäßig zu kürzen. Dafür sollte es auch einen Aufsatz für die Haarschneide-Maschine geben. Zu dumm, dass ich den falschen benutzte und mich so innerhalb weniger Sekunden zehn Jahre jünger machte. Die Kollegen würde es wohl freuen.

Ich bin glücklich, ab 1. März endlich wieder einen richtigen Friseur besuchen zu können – dann auch ohne Angst davor, dass am Ende nicht mehr viele Haare auf dem Kopf sein könnten.

Über den Autor
Volontär
Nachrichten gibt es überall, jeder kann sie verbreiten. Wahrheitsgemäße Recherche kommt da leider oft zu kurz. Qualitativer Lokaljournalismus ist daher wichtiger denn je. Wer, wenn nicht wir ausgebildeten Lokaljournalisten, berichtet über das, was wirklich in unserer Stadt Gesprächsthema ist?
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.