Meinung

Vor immer wieder neuen Betrugsmaschen ist kein Halterner sicher

Betrüger gehen äußerst erfinderisch und rücksichtslos vor. „Vorleistungsbetrug“ heißt eine ihrer neuesten Maschen. Um vor den Gefahren zu warnen sind neue Initiativen nötig.
Nicht nur Senioren, auch jüngere Generationen können Opfer von raffinierten Betrugsmaschen werden. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Es gibt immer wieder neue Maschen von Betrügern: Jetzt nutzen sie den Verkauf von Autos oder Möbeln über Online-Portale, um erst Kaufinteresse zu heucheln, dann aber Forderungen zu stellen. Da sollen dann die Kosten für den Abtransport vorab schon mal überwiesen werden. So blöd kann man nicht sein, auf so was reinzufallen?

Das könnte man vielleicht denken, aber wirklich sicher kann sich niemand sein, nicht auf irgendeine neue Masche hereinzufallen. Betrüger sind äußerst erfinderisch. Und sie gehen rücksichtslos vor. Wenn am Telefon erzählt wird, der Sohn oder die Enkelin habe im Ausland einen schweren Autounfall gehabt und es müssten sofort 10.000 Euro für eine Operation überwiesen werden, dann lösen die Täter einen Schock aus, der den Angerufenen in einen emotionalen Ausnahmezustand versetzt. Niemand kann für sich ausschließen, dass er dann nicht falsch reagiert, sprich das Geld überweist.

Polizei und Seniorenbeirat haben in Haltern jetzt mit dem Projekt „Next Generation“ eine Kooperation auf den Weg gebracht, um ältere Mitbürger besser zu schützen. Das ist ein guter Ansatz, auch um Aufklärung auf eine breitere Basis zu stellen. Aber Opfer sind nicht nur Senioren. Auch Jüngere können geschädigt werden. Bleibt nur, sich eine Überlegung immer wieder vor Augen zu halten: Wenn Fremde Geld fordern, wofür auch immer: Finger weg und vertraute Personen hinzuziehen. Oder natürlich die Polizei.

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