Vier Parteien wollen keine Maximalbebauung an der Lehmkuhle in Haltern

dzSPD stimmt gegen Bebauungsplan

Auf der grünen Wiese zwischen Breitenweg und der Straße „Zur Lehmkuhle“ kann gebaut werden. Der Bebauungsplan ist durch. Die SPD allerdings stimmte aus einem besonderen Grund dagegen.

Haltern

, 16.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Rat hatte im Juli 2017 beschlossen, einen Bebauungsplan „Zur Lehmkuhle“ aufstellen. Das Verfahren ist beendet, es kann gebaut werden. Vorgesehen sind auf der einen Hektar großen Fläche etwa 22 Wohngebäude – Einzel- und Doppelhäuser sowie Hausgruppen - mit maximal je zwei Wohnungen.

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Der SPD allerdings ist das nicht groß genug. Von Anfang an plädierte sie für dreigeschossige Häuser mit insgesamt 100 Wohnungen an der Lehmkuhle, um die große Nachfrage nach Wohnraum in Haltern zu bedienen. Gleichzeitig erneuerte sie im Ausschuss Stadtentwicklung/Umwelt am 26. Mai ihre Forderung nach bezahlbarem Wohnraum. Doch für die Nachverdichtung in der Größenordnung fand sie keine Mehrheit, die SPD stimmte deshalb gegen die Satzung des Bebauungsplanes.

Viehhandel darf weiter betrieben werden

Die anderen Parteien waren sich einig, dass den dort lebenden Familien auf der dem Baugebiet gegenüberliegenden Seite der Lehmkuhle eine solche Maximalbebauung nicht zuzumuten sei und dass dreigeschossige Häuser an dieser Stelle das Landschaftsbild zerstören würden.

Der an der Lehmkuhle 1976 genehmigte Viehhandel (mit Gebäude und Weidefläche) darf weiter betrieben werden. Schweinehaltung ist allerdings explizit ausgeschlossen. Entwickelt wird das Baugebiet durch einen privaten Investor.

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