Verhaltener Optimismus für 2010

Halterner Wirtschaft

HALTERN „Zufrieden“ ist die am häufigsten genannte Antwort, wenn es um ein Fazit des letzten Jahres geht. Das klingt nicht himmelhochjauchzend, aber auch nicht zu Tode betrübt. Die viel beschworene Finanz- und Wirtschaftskrise hatte für Haltern 2009 jedenfalls keine so schwerwiegenden Konsequenzen wie zu Beginn 2009 befürchtet.

von Von Ilka Bärwald

, 01.01.2010, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Autohändler befürchten für 2010 Absatzprobleme.

Die Autohändler befürchten für 2010 Absatzprobleme.

Das Jahr 2009 war für die Autobranche ein absolutes Boom-Jahr. „So eins kommt nie wieder“, sagten die Halterner Autohändler unisono. Für unseren Wirtschaftsrückblick zogen die Geschäftsleute Bilanz und wagten einen vorsichtigen Ausblick ins neue Jahr. Die Autohäuser Keysberg, Borgmann und Heddier haben nach eigenen Angaben von der Abwrackprämie profitiert. Während Leonard Keysberg und Josef Heddier die Prognose für 2010 in eher düsteren Farben malen, will Opel Borgmann dem Abwärtstrend der Branche trotzen. „Wir haben angebaut und präsentieren auf über 500 Quadratmetern mehr Verkaufsfläche ab Januar die neuesten Skoda-Modelle“, so Geschäftsführer Werner Schulte-Lünzum.Risikoabwägung

Christoph Kleinefeld, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft Haltern, zieht aus dem Krisenjahr 2009 „kein ganz so schlechtes Fazit“. Einen massiven Einbruch im Einzelhandel habe es in der Seestadt nicht gegeben. „Wer sich innerbetrieblich gut aufgestellt hat, den trifft auch die Krise nicht so stark“, glaubt Kleinefeld. Die Banken ziehen ein positives Fazit aus dem zurückliegenden Geschäftsjahr. Während die Finanzkrise sich bei den Volksbank-Kunden eher in der Rückbesinnung auf traditionelle Spareinlagen gezeigt hätte, agierten die Kunden der Sparkasse bei der Risikoabwägung „wie vor der Finanzkrise“, so Sparkassen-Chef Helmut Kanter.

Die Milchpreise steigen langsam wieder. Das sei zwar noch kein Grund zum Jubeln, sagt Ortslandwirt Heiner Kemper aus Hullern, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht euphorisch, aber auch nicht pessimistisch sei die Wirtschaftslage auf den heimischen Höfen. Einbußen mussten vor allem die Getreidebauern hinnehmen.

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