Verdi ruft für Freitag zum Warnstreik in Haltern auf

Warnstreik

Die Gewerkschaft Verdi ruft in der aktuellen Tarrifauseinandersetzung punktuell im Kreis Recklinghausen zu Warnstreiks auf. Am Freitag, 2. Oktober, ist Haltern der Schwerpunkt.

Haltern

, 01.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Wertstoffhof könnte am Freitag gestreikt werden.

Auch in Haltern könnte es am Freitag zu Streikaktionen kommen. Die Gewerkschaft Verdi hat zum Warnstreik aufgerufen. © picture alliance/dpa

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) untermauert in der derzeitigen Tarifrunde ihre Forderungen mit Warnstreiks. Am Freitag (2. Oktober) ist Haltern der Schwerpunkt der kreisweiten Aktionen.

Die Stadt Haltern rechnet damit, dass die Streikaktion primär den Wertstoffhof betreffen könnte, sie hat deshalb den Termin mit dem Umweltbrummi für Freitag abgesagt. Von weiteren Warnstreiks sei im Vorfeld nichts bekannt, so Stadtsprecher Georg Bockey auf Anfrage. In der Vergangenheit hatte sich die Streikbeteiligung auch jeweils auf den Wertstoffhof konzentriert.

Keine flächendeckenden Auswirkungen in Haltern

Das bestätigt auch Eric Lobach vom Verdi-Bezirk Mittleres Ruhrgebiet. „Primär wird am Wertstoffhof gestreikt, wir rechnen außerdem noch mit einzelnen weiteren Arbeitsniederlegungen in verschiedenen Fachbereichen, etwa im Bereich Soziale Arbeit“, sagt er auf Anfrage. „Flächendeckende Auswirkungen auf die Halterner Bevölkerung sind aber nicht zu erwarten.“

Am Wertstoffhof könnte am Freitag gestreikt werden.

Am Wertstoffhof könnte am Freitag gestreikt werden. © Benjamin Glöckner

Ver.di hat die Warnstreiks im Kreis Recklinghausen punktuell gestaffelt: Am Donnerstag, 1. Oktober. war die Kreisverwaltung Recklinghausen betroffen, am Freitag (2. Oktober) die Stadtverwaltung in Haltern und am Montag (5. Oktober) wird die Stadtverwaltung Marl bestreikt.

Ver.di fordert in der aktuellen Tarifauseinandersetzung für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent oder einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden.

Den Laden am Laufen gehalten

„Die Beschäftigten, die während der Pandemie den Laden am Laufen gehalten haben und immer noch halten, haben sich über den Applaus gefreut. Doch jetzt muss auch eine angemessene Entgelterhöhung her“, begründet Bernd Dreibusch, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Mittleres Ruhrgebiet, die Warnstreiks.

Nachdem die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst auch in einer zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot abgegeben hätten, werde es auch im Kreis Recklinghausen zu weiteren Warnstreiks und kleineren Aktionen kommen, kündigt Verdi an.

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