Meinung

Verantwortung ja – mitbestimmen nein: Lasst die Jugend endlich wählen

Bei der Bundestagswahl entscheiden mal wieder nur die Alten: Immer noch dürfen 16-Jährige in Haltern nur auf kommunaler Ebene ihre Stimme abgeben. Das muss sich ändern, findet unser Autor.
Die Halternerinnen und Halterner können wieder ihre Stimmen abgeben. © Kevin Kindel

Heute beginnt der Ernst des Lebens – ein Spruch, den jeder Erwachsene so oder so ähnlich mit 16 Jahren schon mal zu hören bekommen hat. Gemeint ist jenes Alter, in dem viele junge Leute bereits ihr eigenes Geld verdienen und man vor dem Gesetz strafmündig ist. Um bei der Bundestagswahl eine Stimme abgeben zu dürfen, reicht es aber nicht. Wahlrecht erst ab 18 – es ist Zeit, dass sich das ändert.

Junge Menschen wollen ihre politische Meinung vertreten

Ab einem Alter von 14 Jahren ist man nach deutschem Recht bereits kein Kind mehr und kann eine Ausbildung beginnen. Mit 16 hat man unter diesen Bedingungen in der Gesellschaft bereits zwei Jahre gelebt und sollte auch das Recht haben, sein Leben in dieser Gesellschaft durch Bundestagswahlen mitzubestimmen. Zumal es dann durchaus auch junge Menschen gibt, die aufgrund ihres Ausbildungsgehalts bereits Steuern bezahlen.

Politische Jugendorganisationen wie zum Beispiel „Fridays For Future“ haben gezeigt: Junge Menschen wollen ihre politischen Meinungen vertreten. Ihnen muss mit 16 Jahren ein Wahlrecht eingeräumt werden.

Und wenn es Heranwachsende gibt, denen die geistige Reife fehlt, sich mit politischen Fragen zu beschäftigen, liegt das nicht am Alter. Dann ist es die Schuld derjenigen, die es in den 16 Jahren zuvor nicht geschafft haben, für die nötige politische Bildung und das benötigte Bewusstsein zu sorgen: die Schuld der (wahlberechtigten) Erwachsenen.

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