Unkraut war Lockmittel

LAVESUM „Das war mein größter Erfolg als Landschaftsarchitekt“, erinnert sich Reiner Martin an die Planung und den Bau des Landesgartenschaugeländes in Hamm.

von Von Sophie Bissingen

, 21.07.2008, 12:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ziel der damaligen Planung sollte die Reaktivierung der Zechenbrache am Hammer Stadtrand sein. Dafür standen dem Architektenpaar rund 16,5 Millionen Euro zur Verfügung. „Es war ganz schön schwierig, alle Vorgaben des gewonnenen Wettbewerbs zu berücksichtigen. Erst sollte die Kohlenwäsche gesprengt werden, wo ein Berg entstehen sollte. Mitten in der Bauphase hat man den Plan umgeschmissen und entschieden, den Elefanten als heutiges Wahrzeichen des Maximilianparks entstehen zu lassen“, so Martin. Heute dient der Maximilianpark als kommerziell genutzter Freizeitpark.

Geplant war das nie, erinnert sich Martin. „Erst nach einer Bürgerbefragung durch die Zeitung wurde entschieden, dass das Gelände nicht zurückgebaut wird, sondern erhalten bleiben soll.“ Im Rahmen der „Reifeprüfung“ des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) werden derzeit alle älteren Projekte vorgestellt und geklärt, was noch Bestand hat. Zur dritten Veranstaltung dieser Reihe führt Reiner Martin mit seinem Kollegen durch das ehemalige Landesgartenschaugelände, erklärt Planungsideen und den Werdegang der Gartenschau. „Das Projekt haben wir auf den Pfennig genau geplant. Das Schöne ist, dass alles noch erhalten ist“, freut sich der Pensionär, der heute noch als Sachverständiger in Lavesum tätig ist. K biss  

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