Meinung

Umzug der Fundgrube an den Stadtrand muss kein Nachteil sein

Die Caritas hat den Standort der Fundgrube im Bahnhof Haltern aufgegeben. Nach 17 Jahren zieht sie nun um an den Münsterknapp. Das muss kein Nachteil sein.
Die Fundgrube der Jugendwerkstatt ist ab sofort im Münsterknapp zu finden. © Ingrid Wielens

Wochenlang war die Fundgrube geschlossen. Die Corona-Notbremse wurde auch in der Einrichtung der Jugendwerkstatt, in der bedürftige Menschen mit Kleidern, Schuhen, Büchern und anderen Dingen versorgt werden, gezogen. Schmerzlich musste damit auch die Caritas feststellen, dass Kunden fehlten und Einnahmen ausblieben. Obwohl die Ware in der Fundgrube ja schon für kleines Geld zu haben ist. Strom, Heizung und Miete für das Ladenlokal mussten indes weiter bezahlt werden. Der Verband bekam die Umsatzausfälle offenbar deutlich zu spüren.

Jetzt hat die Caritas die Reißleine gezogen und den angestammten Platz im Halterner Bahnhof gekündigt. Einige Bürger und Bahn-Reisende werden das Ladenlokal im Stadtzentrum vermissen. Doch die Fundgrube darf inzwischen wieder an anderer Stelle öffnen – das ist die gute Nachricht. Am Münsterknapp im Fair-Kaufhaus gibt es reichlich Platz und ein erweitertes Angebot an Kleidung und Schuhen. Dazu Möbel, Hausrat und Bücher. Es findet sich nun also alles an einem Platz – das ist praktisch.

Dass der Weg zum Caritas-Kaufhaus vergleichsweise weiter ist, werden die Kunden in Kauf nehmen. Und auch die spendenfreudigen Bürger aus Haltern und Umgebung werden sich an die neue Adresse gewöhnen. Das zeichnete sich bereits am Montag ab: Sowohl die Fundgrube als auch die Spenden-Annahme waren gut besucht.