Truppenübungsplatz Lavesum: Weg frei für Fußgänger und Radfahrer

dzVerordnung angepasst

Diese Nachricht dürfte vor allem viele Lavesumer erfreuen: Die alte Panzerstraße über den Hasenberg zwischen Lavesum und Hülsten ist ab sofort wieder freigegeben.

Haltern

, 01.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fuß- und Radweg über den ehemaligen Truppenübungsplatz Geisheide, der von Lavesum nach Hülsten führt, ist freigegeben worden. Regierungspräsidentin Dorothee Feller vom Regierungsbezirk Münster hat am Mittwoch eine Änderung der ordnungsbehördlichen Verordnung für das Gebiet unterzeichnet.

Damit wird das bisherige Betretungsverbot für den entsprechenden Bereich des Geländes aufgehoben. Es ist jetzt möglich, den ehemaligen Truppenübungsplatz auf der 4,2 Kilometer langen asphaltierten Trasse, die als Panzerstraße genutzt wurde, zu durchqueren.

Die Kommunen Reken und Haltern am See hatten für die Freigabe unter anderem bei der Erstellung von mehreren Gutachten eng zusammengearbeitet. Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel betont jedoch, dass es sich um ein Natur- und Vogelschutzgebiet handelt, in dem man sich entsprechend verhalten müsse. Das Betreten des Geländes abseits der Trasse sei nicht gestattet.

Stück Heimat zurückbekommen

„Für die Menschen in der Region, aber vor allem für die Lavesumer ist es wichtig, dass sie dieses Stück Heimat nun zurückbekommen“, so Klimpel weiter. Für Wanderer und Radfahrer seien die zahlreichen Wegeverbindungen optimal. „Mit der Freigabe erübrigt sich auch der lang gehegte Wunsch nach einem Fahrradweg entlang der Kreisstraße 44.“ Anwohner aus Lavesum und Merfeld fordern seit Jahren einen sicheren Radweg zwischen den beiden Dörfern. Baudezernent Siegfried Schweigmann sagt: „Für uns kommt das überraschend, wir hatten nicht erwartet, dass es so schnell klappt.“

„Ein toller Teilerfolg“

„Unser Engagement hat sich ausgezahlt“, freut sich die CDU Haltern auf ihrer Facebook-Seite. „Da stecken fünf Jahre harte Arbeit dahinter“, erläutert der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Hendrik Griesbach. „Wir haben uns stark dafür eingesetzt, weil es aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar war, dass der Weg so lange nicht geöffnet gewesen ist. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich unsere Hartnäckigkeit ausgezahlt hat. Das ist ein toller Teilerfolg.“

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Am Samstag fand eine Fahrradtour der Ortsunion Lavesum mit Freunden aus Reken und Merfeld genau entlang dieser Strecke statt. „Das war quasi eine Eröffnungs- und Einweihungsfahrt“, so Griesbach.

Nach der Überführung eines Teils der Flächen an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Oktober 2016 sind noch rund 1400 Hektar in der Verwaltung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

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