Trotz neuer Corona-Regelungen bleiben die Lippefähren an Land

Lippefähre

Wer die Lippe überqueren möchte, muss weiterhin einen Umweg über die nächste Brücke nehmen: Die Lippefähre Maifisch bleibt außer Betrieb. Das hat hygienische Gründe.

Haltern

, 06.06.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Lippefähre Maifisch transportiert aktuell keine Passagiere - die Infektionsgefahr ist zu groß.

Die Lippefähre Maifisch transportiert aktuell keine Passagiere - die Infektionsgefahr sei zu groß, so der Lippeverband. © Lippeverband

Zahlreiche Lockerungen gab es in den letzten Tagen: Freibäder dürfen öffnen, Busreisen sind wieder erlaubt und Gruppen bis zu zehn Personen dürfen sich öffentlich treffen. Doch die kleine Lippefähre Maifisch befindet sich weiterhin in der Zwangspause. Das ist ärgerlich für die Halterner, die das sonnige Wetter für Spaziergänge und Radtouren nutzen und die Lippe überqueren möchten.

Doch die Maßnahme sei nur zum Schutze der Menschen, sagt der zuständige Lippeverband. Der Sicherheitsabstand zwischen den Passagieren könne auf den kleinen Fähren kaum eingehalten werden. Außerdem sei es nicht möglich, die Adressen der Nutzer zur Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten aufzunehmen.

Ein weiteres Problem: Mitten in der Natur gäbe es keine Möglichkeit zur Handreinigung.

Ob die Fähre in diesem Jahr noch fährt, ist fraglich

„Wir wissen, dass die Fähren eine beliebte Attraktion in unserer Region sind – Hunderte Menschen nutzen sie täglich“, so Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes. Doch das Infektionsrisiko sei bei diesem Besucherandrang zu hoch.

Ob die Fähre in diesem Jahr noch fahren wird, hinge von weiteren Lockerungen ab. Bis dahin schildert der Lippeverband in nächster Zeit Umleitungsstrecken für Radfahrer aus. Nicht nur die Fähre in Haltern ist betroffen: Auch die Lippefähren in Dorsten und Hamm stehen weiterhin still.

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