Tragetücher und Tragehilfen für Babys - Welche Lösung passt zu mir und meinem Kind?

Trageberatung

Als sich Lisa Aust über Tragetücher und -hilfen erkundigte, war die Auswahl verwirrend. Jetzt bietet die junge Mutter selbst einen Beratungsservice an.

Flaesheim

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Tragetücher und Tragehilfen für Babys - Welche Lösung passt zu mir und meinem Kind?

Lisa Aust und Sohn Ole präsentieren ein klassisches Tragetuch. © Silvia Wiethoff

Als Familie Aust zum ersten Mal Nachwuchs einstellte, war klar: „Wir möchten Töchterchen Ella nicht nur mitnehmen, indem wir sie schieben, sondern sie auch tragen.“ Es war aber gar nicht so leicht, die geeignete Lösung dafür zu finden, denn das Angebot an Tragehilfen und Tragetüchern ist groß.

Wie sollte man da den Überblick behalten und die richtige Wahl treffen? Eine Beratung nach der Entbindung im Krankenhaus Datteln half. Das ist jetzt fast drei Jahre her. Seitdem hat vor allem Mutter Lisa Aust (29) viel Erfahrung beim richtigen Tragen ihres Nachwuchses gesammelt und darüber hinaus eine Ausbildung bei der Trageschule NRW absolviert.

Diese gibt sie nun weiter, indem sie einen eigenen Service unter dem Namen „Trageberatung Verbunden“ anbietet. Mit Sohn Ole, der die Familie seit sieben Monaten verstärkt, stellt sie unserer Redaktion verschiedene Möglichkeiten des Tragekomforts für Babys und ihre erwachsenen Begleiter vor.

Zurzeit berät sie ihre Kunden meistens bei sich zu Hause, weil Ole noch gestillt wird. Sobald es aber möglich ist, wird sie auch Hausbesuche anbieten.

Trageberatung von Lisa Aust ist unabhängig

Da gibt es beispielsweise die Tragetücher, die aus fest gewebten oder elastischen Materialien bestehen können. Letztere sind weicher und vielleicht kuscheliger für Babys, aber bei zunehmendem Gewicht der Kinder nicht so lange einsetzbar.

Außerdem sind sogenannte Ring Slings auf dem Markt, die mit zwei Ringen ausgestattet sind und es erleichtern, eine Schlaufe zum Festzurren zu bilden.

Tragetücher und Tragehilfen für Babys - Welche Lösung passt zu mir und meinem Kind?

Bei den Tragehilfen ist die Auswahl ebenfalls verwirrend. © Silvia Wiethoff

Daneben finden sich noch eine Fülle von Tragehilfen, die in ihrer Version mit Gurt besonders bei den Männern gut ankommen.

„Wenn ich mich in einem Geschäft erkundige, beraten mich natürlich immer Verkäufer“, sagt Lisa Aust. Ihr Service sei dagegen individuell und unabhängig. Zu Hause in Flaesheim kann sie Interessenten, in der Regel sind es junge Eltern, eine Reihe von Tragemöglichkeiten vorstellen.

Die jeweiligen Lösungen verschiedener Marken hat sie sich auf eigene Kosten angeschafft. Bestellen kann man die Tragetücher oder -hilfen bei ihr nicht. „Ich erhalte auch keine Provision von den Herstellern“, unterstreicht Lisa Aust ihre Objektivität. Die medizinische Fachangestellte bei einem Kinderarzt befindet sich zurzeit in Elternzeit.

„Die Bedürfnisse sind verschieden“

„Ich rate dazu, die Tragetücher und -hilfen auszuprobieren. Die Geschmäcker und Bedürfnisse sind verschieden“, sagt sie. Das sei genau wie bei einem Schuhkauf. Das Modell, das zu mir passt, müsse für andere noch lange nicht bequem sein.

Die Vorteile der Tragemethode liegen für Lisa Aust auf der Hand. Schon unsere frühen Vorfahren hätten ihre Kinder in Lederfetzen am Körper getragen. Das habe uns geprägt, sodass sich auch heutige Babys besonders wohl in der warmen Nähe ihrer Eltern beziehungsweise anderer Aufsichtspersonen fühlten.

„Es gibt Studien, die belegen, dass Kinder, die getragen werden, bis zu 43 Prozent weniger schreien“, erklärt Lisa Aust. Aber auch für die Erwachsenen habe das Tragen der Kinder Vorteile. Man habe so beispielsweise im Alltag die Hände frei und könne sich um die Hausarbeit oder um ein älteres Kind kümmern.

Wie lange sich ein Kind fürs Tragen eignet, ist übrigens auch individuell unterschiedlich. „Das muss jeder für sich entscheiden“, meint Lisa Aust.

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