„Total nervig“: Schiffshorn und mysteriöser Ton in Halterns Innenstadt

dzHalterner Innenstadt

Ein Brummton sowie das Geräusch eines Schiffshorns nerven seit mehreren Monaten einige Anwohner in der Halterner Innenstadt. Bisherige Versuche, die Geräusche zu lokalisieren, scheiterten.

Haltern

, 15.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Angefangen habe es ungefähr im September 2019, erzählt eine Halternerin, die nicht genannt werden möchte. „15 Jahre haben wir ohne diese Geräusche gelebt“, sagt sie. Doch nun seien seit einigen Monaten in der Halterner Innenstadt zwei wiederkehrende Geräusche, die sie als „total nervig“ bezeichnet, zu hören.

Zum einen hört die Frau eine Art Brummton, der auch vom Fenster der Redaktion der Halterner Zeitung am Gantepoth immer wieder zu hören ist. Wie oft genau dieses Geräusch zu hören ist, „kann ich gar nicht mehr zählen“, sagt die Anwohnerin. Teilweise sei es alle drei bis vier Minuten zu hören. Die Länge des Tons variiere dabei sehr stark. „Manchmal hören wir es zwei bis drei Minuten am Stück“, erklärt sie.

Eine Baustelle als Ursprung des merkwürdigen Geräusches?

Als sie das Geräusch zum ersten Mal hörte, habe sie gerade draußen gesessen, erinnert sie sich. „Ich habe gedacht, das ist irgendeine Baustelle.“ Doch das Geräusch verschwand nicht wieder und ertönte auch zu Zeiten, an denen normalerweise auf keiner Baustelle gearbeitet wird.

Jetzt lesen

Und dann ist da auch noch ein zweites Geräusch, das zwar deutlich seltener zu hören sei, aber dafür umso mehr Fragen aufwirft. „Manchmal hören wir ein Schiffshorn“, erzählt die Anwohnerin. Beide Geräusche seien auch schon mal nachts zu hören. „Das ist für uns natürlich nicht schön.“

Vor allem nun, da wieder die Zeit beginne, in der sie die Fenster ihrer Wohnung wieder häufiger und länger geöffnet lassen könnte. Als „unerträglich“ bezeichnet sie die nervigen Töne. Bisherige Versuche, den Ursprung der Geräusche zu finden, scheiterten.

„Ich kann ja nicht die Polizei rufen“

„Wir haben schon mal versucht, das zu orten“, sagt sie. Die Richtung, aus der die Geräusche kommen, könne sie zwar benennen, aber eine genauere Lokalisierung sei bislang nicht möglich gewesen. Von der Gaststiege aus klinge es so, als würden beide Töne aus der Richtung des Gantepoth kommen. Ein erster Verdacht, von wo die Geräusche stammen, habe sich schnell als falsch herausgestellt. „Wir dachten, es ist superleicht, das zu verorten, aber leider ist es das nicht“, gesteht die Anwohnerin.

Jetzt lesen

Nicht nur bei ihr zu Hause seien die Geräusche schon störend aufgefallen. Auch mit ihren Nachbarn habe sie schon über die Töne gesprochen. „Alle sind genervt“, sagt sie. „Ich denke, es werden einige Bewohner noch näher (an dem Geräusch, Anm. d. Red.) dran sein.“ Daher hofft sie, dass gemeinsam der Ursprung gefunden werden kann. Einige hätten sich allerdings bereits mit den Geräuschen abgefunden.

„Wir fragen uns aber immer, wie wir jetzt einen Schritt weiter kommen.“ Das sei zuletzt jedoch gar nicht so einfach gewesen. „Ich kann ja nicht die Polizei rufen“, sagt sie.

Lesen Sie jetzt

In Haltern ist weiterhin derzeit nur ein Menschen aktuell am Coronavirus erkrankt. Die Zahl der Infizierten im ganzen Kreis Recklinghausen stieg im Vergleich zu Montag um eine Person. Von Benjamin Glöckner, Ilka Bärwald, Pascal Albert, Ingrid Wielens

Lesen Sie jetzt