Thesenanschlag 2.0

Thesen an Halterns Kirchentüren – Frauen verlangen Reformen

Luther schlug, so die Überlieferung, 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche, Frauen der katholischen Kirche, auch aus Haltern, hefteten sieben Thesen an. Die Frauen verlangen Reformen.
Auch am Eingangstor der Sixtuskirche sind die Thesen der Frauengemeinschaft zu lesen. © Niklas Berkel

Mit dem Thesenanschlag 2.0 an Kirchentüren in Haltern und darüber hinaus untermauern die Reformbewegung Maria 2.0 und der Diözesanverband der katholischen Frauengemeinschaft Münster ihre Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen Kirche und weisen auf die Missstände in der katholischen Kirche hin. Auch an allen Halterner Kirchentüren hängen jetzt diese sieben Thesen. Es haben sich mit dem Regionalteam alle acht örtlichen Frauengemeinschaften an der Aktion beteiligt.

Ziel ihres Engagements ist eine geschlechtergerechte Kirche mit dem Zugang für alle Menschen zu allen Ämtern, sowie die Aufklärung, Verfolgung und Bekämpfung der Ursachen von sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus wird eine Aufhebung des Pflichtzölibats gefordert.

Frauen verlangen von den Bischöfen Veränderungen

Am vergangenen Wochenende vor der virtuellen Vollversammlung der Deutschen Bischöfe (23. bis 25. Februar) wandten sich die Reformbewegung und der katholische Frauenverband mit ihren Forderungen nach Veränderungen in der Kirche erneut an die Öffentlichkeit.

„Dass Luther seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben soll, ist wohl eher eine Legende, aber seine Thesen haben etwas Großes in Bewegung gesetzt“, sagt Elisabeth Eßling aus dem Vorstandsteam der kfd. Das wollen auch die vielen Mitstreiterinnen von Maria 2.0. Aus ihrer Sicht ist es notwendig, dass die Deutsche Bischofskonferenz endlich beginnt, sich ernsthaft mit den in der katholischen Kirche notwendigen Reformen auseinanderzusetzen und den Willen zu Veränderungen durch Taten zu bezeugen.

Die Bewegung Maria 2.0, die auch in Haltern mehrmals öffentlich aufgetreten ist, tritt für Reformen in der katholischen Kirche ein.

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