Termin-Shopping in Haltern: ein Gefühl von wiederkehrender Normalität

Meinung

Wir haben es vermisst: Bei vielen Einzelhändlern ist der Einkauf wieder möglich, wenn auch bei den meisten nur nach Terminvergabe. Trotzdem fühlt sich das irgendwie gut an.

09.03.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rein nur mit Termin: Ilka Schiller nimmt bei Moden Heckmann die Daten der Kundinnen Astrid und Marlies Niggemann auf.

Rein nur mit Termin: Ilka Schiller nimmt bei Moden Heckmann die Daten der Kundinnen Astrid und Marlies Niggemann auf. © Jürgen Wolter

„Ich bin froh, wieder hier zu sein, das habe ich sehr vermisst!“ Diesen Satz hörte man am Montag häufig, sowohl von den Kunden als auch von den Halterner Einzelhändlern und ihren Mitarbeitern. Dieses Gefühl hatten viele, die in den Geschäften, die sich bisher im Lockdown befanden, anzutreffen waren.

Ich gebe zu, auch ich habe es vermisst: Dass sich die Türen wieder öffnen, wenn man vor einem Textilgeschäft oder einer Buchhandlung steht, ist ein Gefühl von langsam wiederkehrender Normalität. Aber auch ein ungewohntes Gefühl. So schnell kann das gehen. Was jahrzehntelang etwas völlig Selbstverständliches war, wird plötzlich zum Ereignis.

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Wochenlang nur vor den Schaufenstern zu stehen, aber die Geschäfte nicht betreten zu können, das ist zwar keine existenzielle Bedrohung, aber ein Einschnitt in den Alltag, der schon Spuren hinterlassen hat.

Viele Kunden sind noch unsicher, wie sie mit den neuen Rahmenbedingungen umgehen sollen, das zeigte sich am Montag. Zum Start der Ladenöffnungen gab es in Haltern noch viel Zurückhaltung. Anmelden zum Shoppen, das ist ungewohnt. Aber es funktioniert. Und die Haltener Einzelhändler gehen verantwortungsvoll mit der neuen Situation um.

Das sollten wir als Kunden allerdings auch tun. Damit wir nicht bald wieder vor den verschlossenen Türen der Geschäfte stehen.

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