Sythener Freibad eröffnet: Besucher schreckten nicht vor Regen zurück

dzMit Video

Den Besuch in „ihrem“ Freibad lassen sich die Sythener auch bei Regen nicht nehmen. Bei der Saisoneröffnung am Samstag waren schon am Vormittag die ersten 60 Badegäste registriert.

Sythen

, 08.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es hat in der Tat noch geregnet, als wir ins Wasser gingen“, sagt Anja Steinmetz, die mit ihrem Sohn Sebastian schon am Samstagvormittag im soeben eröffneten Sythener Freibad ihre Runden zog. Mit gut 20 Grad war das Wasser erst leicht geheizt. Für Sebastian kein Problem, er hatte sich zum Schnorcheln in seinen Neoprenanzug geworfen. „Im Wasser ist es angenehmer als an der Luft“, fand auch Anja Steinmetz.

Video
Im Freibad Sythen hat die Saison jetzt begonnen

Freibadbetrieb in Corona-Zeiten, das stellte auch die Helfer des Sythener Freibadvereins vor logistische Herausforderungen. Insbesondere das Einscannen des QR-Codes, durch den die Besucher im Kassensystem registriert werden, musste immer wieder erklärt werden. „Es funktioniert aber bis jetzt gut“, sagte Marlies Salewski, die am Vormittag zusammen mit Helga Aurich und Hildegard Hagemann Dienst im Kassenhäuschen hatte.

Die Registrierung der Badegäste übernahmen Marlies Salewski, Hildegard Hagemann und Helga Aurich (v.l.) vom Kassenteam.

Die Registrierung der Badegäste übernahmen Marlies Salewski, Hildegard Hagemann und Helga Aurich (v.l.) vom Kassenteam. © Jürgen Wolter

„Die Duschen können noch nicht benutzt werden, weil die Fliesen noch antrocknen müssen“, berichtete Doro Kreitz-Dammer vom Helferteam. Die Sanierung des Sanitätsbereiches war eine der großen Umbaumaßnahmen, die der Verein im Winter vorgenommen hatte.

Nur wenige Besucher gleichzeitig im Wasser

Am Samstag waren die Helfer von Freibadverein mit insgesamt acht Personen im Einsatz, darunter zwei Rettungsschwimmer. Die konnten noch einen ruhigen Tag verbringen, denn nur wenige Besucher tummelten sich gleichzeitig im Wasser.

„Natürlich waren unsere Frühschwimmer als erste da“, sagt Doro Kreitz-Dammer. „Die standen schon vor der Kasse, als ich um zehn Minuten nach sieben hier ankam.“ Geöffnet wurde das Bad um 7.30 Uhr. Die Sprungtürme wurden nur nach Bedarf geöffnet. Die große Rutsche war aber schon freigegeben.

Desinfizierung über Mittag

„Über Mittag machen wir eine Stunde zu, um alle Bereich zu desinfizieren“, so Doro Kreitz-Dammer. Vormittags können auch auswärtige Badegäste kommen, nachmittags bleibt das Bad den Mitgliedern vorbehalten. 30 Besucher ließen sich deshalb schon am Samstagvormittag als Neumitglieder registrieren.

Peter Wegner und Jeanette Gerdes gehörten am Samstag zu den ersten Badegästen. Gegen Mittag scannten sie beim Verlassen des Bads ihre QR-Codes ein.

Peter Wegner und Jeanette Gerdes gehörten am Samstag zu den ersten Badegästen. Gegen Mittag scannten sie beim Verlassen des Bads ihre QR-Codes ein. © Jürgen Wolter

Und wie kamen die neuen Abläufe bei den Badegästen an? „Das funktioniert gut, man muss sich das nur einmal einprägen. Dann ist es kein Problem“, fand Peter Wegner, der schon seit 30 Jahren das Sythener Freibad besucht. Zusammen mit Jeanette Gerdes „checkte“ er gegen Mittag wieder aus.

Gut gerüstet für den Andrang

Auch Anja Steinmetz bestätigte den positiven Eindruck. „Das ist alles durchorganisiert, ich habe ein gutes Gefühl“, sagte sie. „Jetzt ist es ja noch relativ leer.“

Das wird sicher nicht so bleiben, wenn die Temperaturen wieder steigen. Der Freibadverein Sythen ist gerüstet und hofft, auch größeren Andrang gut bewältigen zu können.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt