Streik: Die aktuelle Situation in den Städten

Live-Ticker

Keine Busse, keine Straßenbahnen, die Kita zu, der Müll bleibt stehen, niemand im Jobcenter und bei der Stadt zu erreichen: Nach dem Willen der Gewerkschaft Verdi geht heute in NRW nichts mehr. 45.000 Angestellte im öffentlichen Dienst sind zum Streik aufgerufen. Wie sich dieser auch in Haltern auswirkt, berichten wir hier im Live-Ticker.

NRW

, 18.03.2014, 05:39 Uhr / Lesedauer: 3 min

Bestreike den #warnstreikDo: war pünktlich bei der Tagesmutter und bin pünktlich auf der Arbeit!

In Haltern am See ist die Lage ganz entspannt. Weil keine Busse fahren, war ein Verkehrschaos am hiesigen Schulzentrum befürchtet worden. Doch die Eltern haben sich gut auf den Streik eingestellt – viele hatten Fahrgemeinschaften gebildet und so das Verkehrsaufkommen reduziert. Weitere Auswirkungen des Streiks sind bisher nicht bekannt.

Aus Dortmund kommt die Nachricht, dass von 102 städtischen Kitas wegen des Streiks nur drei geöffnet haben: Die Kitas am Hopmanns Mühlenweg in Wellinghofen, am Clarenberg in Hörde und an der Friedrichsruher Straße in Huckarde. Die Eltern waren vorher informiert worden. Manche Eltern hatten heute Morgen aber eine Tagesmitter und dazu noch Glück:   

Bestreike den #warnstreikDo: war pünktlich bei der Tagesmutter und bin pünktlich auf der Arbeit!

— Stefan Freitag (@stefanfreitag)

Das Solebad in Werne hält mit Mühe den Betrieb aufrecht. Weil 33 Angstellte streiken und für gleichen Lohn kämpfen, steht der Geschäftsführer als ausgebildeter Rettungsschwimmer selbst am Beckenrand. 

In Lünen machen sich die Streikenden der Stadtverwaltung am Wochenmarkt vorbei auf den Weg vom Rathaus zum Bahnhof. In Dorsten spielen derweil die Kinder in der Notgruppe des Kindergartens Am Kreskenhof in Dorsten. In der Notgruppe sind keine Kinder aus anderen Einrichtungen - alle Kinder sind sonst auch da. 

Inzwischen gibt es eine Menge Staus auf den Straßen - aber kein Verkehrschaos. Rund 100 Kilometer Stau im Ruhrgebiet - das ist (leider) nichts Besonderes. Die aktuelle Situation auf den Straßen finden Sie bei uns hier im Netz: 

Vor dem Schwerter Bahnhof treffen sich zur Zeit die Streikenden aus Schwerte, um mit der Bahn zur Demonstration nach Dortmund zu fahren.

Auch in Dorsten sind unsere Reporter heute Morgen schon seit 7 Uhr unterwegs. In Dorsten-Holsterhausen sollte heute eigentlich der Müll abgefahren werden. Ob die Müllabfuhr kommt oder nicht, wird erst noch entschieden. Welche Kindergärten in Dorsten geschlossen bleiben lesen Sie hier: 

Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, gibt es eine hohe Streikbeteiligung. Aus den bestreikten Verkehrsbetrieben fahren laut Verdi keine Busse und Bahnen.  Nur einige wenige Verkehrsverbindungen, die von private Verkehrsunternehmen bedient würden, seien nicht gestört. 

  Das Theater in Dortmund wird ebenfalls bestreikt. Die Angestellten haben ein Frühstück vor dem Bühneneingang an der Kuhstraße aufgebaut. Die Stimmung ist locker, man freut sich über Aufmerksamkeit.

Die Kollegen aus der Dortmunder Stadtredaktion sind auch schon wach und unterwegs in der Stadt. Wichtige Infos aus Dortmund gibt es natürlich auch hier, alle Ereignisse aus Dortmund sammeln die Kollgen in diesem Ticker: 

Auch in den sozialen Netzwerken ist es noch still. Vereinzelt gibt es allerdings schon Meldungen über den Streik.  

Stehen tatsächlich Leute an der Bushaltestelle... #streik

Ein Tipp: Busse und Bahnen fahren heute in Dortmund überhaupt nicht und auch die Bogestra in Bochum, Herne und Gelsenkirchen wird bestreikt.

Auf den Straßen gibt es noch keine Staus, noch ist es ruhig auf den Straßen. Doch wer heute zu spät kommt, sollte sich nicht auf den Streik als Entschuldigung verlassen: 

Allein im öffentlichen Nahverkehr sollen sich mehr als 10.000 Angestellte beteiligen. Mit den Aktionen will die Gewerkschaft Druck in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen erzeugen. Auch in anderen Ländern wie Bayern, Hessen und Brandenburg soll die Arbeit niedergelegt werden.

Die Tarifverhandlungen gehen erst am Donnerstag weiter. Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro und zusätzlich einen Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber lehnen dies ab, haben bisher aber kein eigenes Angebot vorgelegt.

 

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