Straßenverkehrsamt rechnet bis 2033 pro Jahr mit 30.000 Führerschein-Anträgen

dzNeuer Führerschein

Mit einem Ansturm wegen des Führerschein-Pflichtumtausches wird im Straßenverkehrsamt zwar nicht direkt gerechnet. Aber es gibt viel zu tun. Fast jeder muss einen neuen „Lappen“ beantragen.

Haltern

, 28.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es gibt sie noch - die Besitzer der so genannten „grauen Fleppen“, die an ihren besonders alten Führerscheinen hängen. Ihnen dürfte die Pflicht zum Führerschein-Tausch besonders schwer fallen. „Kein Problem“, sagt Lena Heimers, Sprecherin des Kreises Recklinghausen. „Die alten Papierführerscheine werden bei Antragstellung mit einem Stempel versehen und können als Andenken behalten werden.“

Mehr Mitarbeiter in das Straßenverkehrsamt

Deutschlandweit müssen rund 43 Millionen Autofahrer ihre alten Führerscheine gegen eine EU-weit einheitliche Scheckkarte eintauschen. Der Pflichtumtausch endet 2033. „Bis dahin müssen alle unbefristet gültigen Papier- und Kartenführerscheine in befristet gültige umgetauscht worden sein“, erklärt Heimers. Der Kreis Recklinghausen rechne nach einer groben Prognose bis dahin pro Jahr mit rund 30.000 Anträgen im Führerscheinbüro des Straßenverkehrsamts - „bis 2025 mit etwas weniger, ab 2025 mit etwas mehr“.

Um Engpässe zu vermeiden, werde man sich darauf personalwirtschaftlich einstellen. Es werde geschaut, aus welchen Bereichen Mitarbeiter zur Unterstützung der Kollegen im Straßenverkehrsamt abgezogen werden könnten. Das Straßenverkehrsamt in Marl ist auch die zuständige Anlaufstelle für die Halterner Bürger.

Bislang wurden erst 2.800 Anträge gestellt

Derzeit aber bleibt die Behörde noch gelassen. Ein Ansturm wird in nächster Zeit nicht erwartet. „Seit der Entscheidung für den Pflichtumtausch wurden bis heute knapp 2.800 Anträge bearbeitet“, bilanziert Lena Heimers. „Im letzten Quartal 2021 könnte das Antragsvolumen ansteigen, da bis zum 19. Januar 2022 die ersten Papierführerscheine umgetauscht sein müssen.“

Der Antrag auf Umtausch der Fahrerlaubnis kann beim Straßenverkehrsamt in Marl oder auch im Bürgerbüro der Stadt Haltern gestellt werden. Für die weitere Bearbeitung ist allerdings ausschließlich das Straßenverkehrsamt im Marl zuständig. Dieses leitet den Antrag an die Bundesdruckerei weiter, die das neue Dokument schließlich direkt an den Bürger verschickt, führt Kreis-Sprecherin Lena Heimers aus. Derzeit müssten Antragsteller in der Regel 14 Tage nach Bestellung durch das Straßenverkehrsamt auf das neue Dokument warten. Heimers: „Ob dieser Zeitraum zukünftig beibehalten werden kann, bleibt abzuwarten.“

Führerschein, Pass, aktuelles Passbild und 29 Euro mitbringen

Im Gegensatz zur alten grauen Fleppe muss der Plastikkarten-Führerschein jedoch bei Antragstellung abgegeben werden. Gegen eine Gebühr kann nach Auskunft der Kreissprecherin eine vorläufige Fahrberechtigung ausgestellt werden.

Und was muss der Antragsteller im Straßenverkehrsamt alles vorlegen? Heimers: „Neben dem alten Führerschein sind ein Personalausweis oder Reisepass, ein aktuelles Passbild und die Gebühr in Höhe von 29 Euro inklusive Versand mitzubringen.“

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