Start geglückt: Marian Kuprat eröffnete den Sommer am See

dzSommer am See

Mit Corona-gerechtem Konzept begann am Sonntag mit dem Sommer am See die erste Veranstaltungsreihe in Haltern wieder neu. Darauf haben Musiker, Publikum und Veranstalter lange gewartet.

Haltern

, 05.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine steife Brise blies über den Haltener Stausee in Richtung Stadtmühlenbucht. Aber der Himmel öffnete am Sonntagmorgen seine Schleusen zunächst nicht. So konnte der Auftakt zum Sommer am See an der Kajüte reibungslos über die Bühne gehen, auch wenn Marian Kuprat und seinen Musikern ab und zu ein leichter Nieselregen ins Gesicht fegte.

Bei Regen hätte das Konzert nicht stattgefunden, weil dann die Abstände nicht mehr hätten eingehalten werden können. Das ist Teil des Konzepts, das Veranstalter Christian Zehren und Initiator Benno Schrief erarbeitet haben. Beide begrüßten am Sonntag die Gäste an der Kajüte. Knapp 100 waren gekommen, die an Tischen mit maximal acht Personen saßen, die jeweils mit Abstand aufgestellt waren. „Wir waren fast ausverkauft“, so Christian Zehren, „aber es kann natürlich sein, dass bei dem windigen Wetter der eine oder andere nicht kommt.“

Endlich wieder Live-Feeling

Marian Kuprat und seine Bandkollegen Niklas Becker (Gitarre, Percussion) und Stefan Rennefeld (Bass), sorgten vom ersten Song an für gute Stimmung. Endlich mal wieder Live-Konzert-Feeling zu genießen, das hatten sowohl die Musiker als auch die Zuhörer vermisst.

„Wir haben die Zeit zwar mit Live-Streams überbrückt, aber das ist ja nicht dasselbe, als wenn man vor Publikum spielt und den Applaus genießen kann“, so Marian Kuprat. „Die ganzen Online-Herzchen und gestreckten Daumen sind zwar schön. Aber wenn Ihr da seid, das ist durch nichts zu ersetzen!“

Gut beschirmt waren Burkhard und Heike Hardes, Thorsten und Nicole Kogelheide und Jörg und Tanja Haller zum Sommer am See gekommen.

Gut beschirmt waren Burkhard und Heike Hardes, Thorsten und Nicole Kogelheide und Jörg und Tanja Haller zum Sommer am See gekommen. © Jürgen Wolter

Genauso empfand es das Publikum. Burkhard und Heike Hardes, Thorsten und Nicole Kogelheide sowie Jörg und Janja Haller hatten sich sofort Karten besorgt, als sie erfuhren, dass der Sommer am See wieder losgeht. „Darauf haben wir schon gewartet“, so die Lippramsdorfer. Sie hatten sich zwar mit Schirmen gegen möglichen Regen gewappnet, aber die konnten sie schnell wieder schließen.

Corona-Pause kreativ genutzt

Mit seinen ungeschminkten Songs und Klängen zwischen Rock, Blues und Mariachi-Gitarren (tolles Solo von Niklas Becker!) traf Marian Kuprat genau den Nerv des Publikums. Die Corona-Pause hat er übrigens noch auf andere Weise kreativ genutzt: „Wir haben neue Songs geschrieben und ein Album eingespielt, das, wenn alles klappt, schon im September erscheinen wird“, verriet er am Rande des Konzerts.

Der Sommer am See geht am kommenden Sonntag (12. Juli) ab 12 Uhr mit dem Rock-Duo Take Two weiter. Karten gibt es für fünf Euro (Verzehrgutschein) ab Dienstag (7. Juli) beim Anbieter Ticket IO und über einen Link auf der Seite des Rossini. Beim Abschlusskonzert am 30. August gibt es eine Programmänderung: Es wird nicht von der Band Soul Breed, sondern von den „Gassenhauern“ bestritten.

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