Stadtarchivar veröffentlicht Artikel über jüdische Gemeinde

HALTERN „Die jüdische Doppelgemeinde Haltern und Dülmen wurde von Haltern aus geleitet. Das war mir vor der Erarbeitung des Artikels für das Handbuch nicht klar“, erzählt Stadtarchivar Gregor Husmann.

von Von Sophie Bissingen

, 04.07.2008, 18:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtarchivar Gregor Husmann mit dem „Historischen Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“.

Stadtarchivar Gregor Husmann mit dem „Historischen Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“.

Wenigstens eine jüdische Betstube oder ein Friedhof müssen in den Orten belegt sein, um in das historische Handbuch aufgenommen zu werden. Husmann hat viel recherchiert und bereits 2003 seinen Artikel fertiggestellt. Er fand heraus, dass sich bereits Ende des 16. Jahrhunderts erste jüdische Gläubige in Haltern niedergelassen hatten, 1703 wurde die erste Synagoge gebaut.

Husmann informiert in seinem Artikel über den Zustand der jüdischen Schule, nennt Zahlen, wie vielen Juden die Flucht ins Ausland gelang und die traurige Zahl von 49 Prozent der aus Haltern stammenden ermordeten Juden. Genaue Namen und Wohnorte von einzelnen Gemeindemitgliedern werden aufgeführt. „Bis spätestens 2011 sollen alle drei Bände fertiggestellt sein“, erzählt Husmann.

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