Stadt setzt auf "TerraWay"

HALTERN Schon immer hat es Probleme mit Fußwegen und Grünflächen gegeben. Nicht mit den Wegen selbst, sondern mit dem Belag. Vor allem die innerstädtischen und Schulwege, bisher mit Betonsteinen gepflastert. Schwierigkeiten machten auch die Bürgersteige.

von Von Elke Rüdiger

, 20.07.2008, 13:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die richtige Mischung und die exakt eingehaltene Mischzeit machen es.

Die richtige Mischung und die exakt eingehaltene Mischzeit machen es.

Allerdings, und das haben Versuche ergeben, teilte der Technische Beigeordnete Wolfgang Kiski auf Anfrage mit, sind die Folgekosten deutlich geringer. Der Ketteler Hof hat TerraWay schon vor zehn Jahren (erfolgreich) eingesetzt. Die Stadt hat jetzt gute Ergebnisse am Kommunalfriedhof erzielt, nun wurde das Granulat auch am Spielplatz Hennewiger Weg (gegenüber der Martin-Luther-Schule) verarbeitet.

Eine Spezialfirma hat die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes in der Verarbeitung, Mischung und im Auftragen unterwiesen, so dass sie das Produkt auf weiteren Erprobungsflächen selbst aufbringen können. Das wird bald der Fall sein, denn das dritte Experiment soll am Flaesheimer Friedhof zeigen, wie der „Stoff“ in Verbindung mit Hochwasser reagiert. Er ist achtfach versickerungsfähig und damit besser als Ökopflaster.

Durch den hohen Porenanteil können selbst Starkniederschläge vom Belag aufgenommen werden, letztlich bewirke der Belag eine Entspannung der Abflusssituation, so Kiski. Die Mischung werde wie Estrich leicht und glatt verlegt. Weitere Vorteile: kein Grünbewuchs (kein Unkraut), leicht mit dem Besenwagen zu reinigen, verschiedene Farbkomponenten ermöglichen die farbliche Anpassung an die Umgebung. Das Granulat wird mit Harz und Kleber vermischt, exakt drei Minuten gerührt und dann aufgetragen und glatt gezogen. Dabei werden Bäume ausgespart. Einziger bisher bekannter Nachteil: Das Material kann nur bei 12 Grad oder wärmer verarbeitet werden.

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