Stadt Haltern und Investor schaffen Basis für neue Kita in Bossendorf

dzKatharinen-Höfe

Weil die Nachfrage nach Kita-Plätzen in Haltern nicht nachlässt, trifft die Stadt Vorsorge. Sie verabredet sich mit dem Investor der Katharinen-Höfe zu einem neuen Projekt.

Hamm-Bossendorf

, 09.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem ehemaligen Firmengelände Dickerhoff an der Ecke Recklinghäuser-/Flaesheimer Straße in Hamm-Bossendorf entsteht in drei Bauabschnitten innerhalb der nächsten vier Jahre ein Stadtquartier mit 110 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Nach dem Abriss des Altbestandes wird derzeit der Bauschutt vor Ort zerkleinert. In den ersten Bauabschnitt soll auch ein Kindergarten integriert werden.

Ein Kindergarten mit drei Gruppen ab 2022

Die Stadt hat mit dem Investor Michael Hiesgen sowie dem ausführenden Unternehmer Stock bereits Gespräche geführt, wie ein Kindergarten in den Katharinen-Höfen realisiert werden kann. „Hintergrund dieser Überlegungen ist die seit Jahren herrschende Knappheit an Betreuungsplätzen“, erklärt dazu Jugendamtsleiter Gisbert Drees. Obwohl die Stadt in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche neue Kita-Plätze geschaffen habe, zeichne sich weiterhin Bedarf ab. Gedacht ist in Hamm-Bossendorf an eine Drei-Gruppen-Einrichtung.

Auf Wunsch des Investors fragte die Stadt bereits mögliche Träger ab. Rückmeldungen gab es vom Deutschen Roten Kreuz und der evangelischen Kirchengemeinde. Nach jetzigem Planungsstand könnte die Kita im Herbst 2022 an den Start gehen. „Dass eine Inbetriebnahme schon zum Beginn des Kindergartenjahres 2022/2023, also am 1. August 2022, möglich ist, schließt der Investor nicht aus. Aber derzeit kann er diese Frage nicht seriös beantworten“, sagte Gisbert Drees im Ausschuss Generationen und Soziales am 28. Mai.

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Der Ausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung, die geplante Kita in die mittelfristige Kindergarten-Bedarfsplanung aufzunehmen, um mit diesen neuen, zusätzlichen Plätzen weiter entsprechend den Bedarfen planen zu können.

Investor erklärt aktuellen Stand des Bauprojektes

Bei der Umsetzung des Projektes auf der Ecke Recklinghäuser Straße/Flaesheimer Straße direkt am Wesel-Datteln-Kanal liegt Investor Hiesgen nach eigener Auskunft im Zeitplan. Die derzeitige Corona-Situation lasse allerdings eine weitere terminliche Konkretisierung aktuell nicht zu.

Unter dem Thema „Wohnen und Arbeiten am Wasser“ sieht das Konzept für das Grundstück in der Nachbarschaft zu McDonald´s Geschosswohnungen und Stadthäuser in drei U-förmigen Hofanlagen vor. Sie werden in drei Bauabschnitten erstellt. Die Marler Firma H&W Tiefbau beginnt nach der Räumung des Geländes mit den Erschließungsarbeiten. Die Verlegung des Kanals wird einige Monate dauern. Noch ist der Bauantrag für das Quartier nicht gestellt, doch Baudezernent Siegfried Schweigmann rechnet im August damit. Eine Baugenehmigung kann laut seiner Auskunft im Herbst erteilt werden.

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