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Sicherheitsdienste fahren nach Straftaten in Bussen und Bahnen mit

dzPräventionsteams

Security-Mitarbeiter am Bahnhof Haltern am See, auch in den Bussen der Vestischen sind sogenannte Präventionsteams eingesetzt. Die Maßnahmen sind Reaktionen auf verschiedene Taten.

Haltern

, 11.01.2019 / Lesedauer: 3 min

In den S-Bahnen im Ruhrgebiet ist der Anblick schon lange keine Seltenheit mehr: In fast jedem Zug sind meist breit gebaute Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes zu sehen, die für Ordnung sorgen sollen. Auch in den Bussen und Bahnen in Haltern ist inzwischen immer mehr Security vertreten.

Seit Dezember fahren sogenannte Präventionsteams der Vestischen in den Bussen mit. „Jedes Wochenende sind sie in den Abendstunden in unserem gesamten Gebiet unterwegs“, sagt Firmensprecherin Mareike Raffel. Die jeweils zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sind im Bus unterwegs und werden immer von einem Kollegen im Auto begleitet.

Mitarbeiter werden mit dem Auto zum Bus gebracht

„Wenn ein anderer Fahrer in seinem Bus etwas beobachtet oder sich unwohl fühlt, nimmt er Kontakt zu unserer Leitstelle auf“, sagt Raffel. Dann werde der nächste Sicherheitsdienst schnell mit dem Auto zu dem betreffenden Bus gebracht.

Im September ist eine 14-Jährige im Bus in Haltern von einem Mann belästigt worden. Er fasste sie beim Einsteigen am Bahnhof an die Hüfte, im Bus setzte er sich neben sie, fasste ihr ans Bein und machte anzügliche Bemerkungen, teilte die Polizei mit. Im April war ein 20-Jähriger während der Fahrt zwischen Lavesum und Haltern-Mitte auf den Busfahrer losgegangen. Nach einem Streit ums Ticket fasste er dem Mann ins Gesicht und spuckte ihn an.

Online-Fragebogen zum Sicherheitsgefühl

Der Einsatz der Präventionsteams sei durchaus eine Reaktion auf einen Anstieg von Übergriffen auf Busfahrer, heißt es von der Vestischen. Das Unternehmen bittet jetzt die Fahrgäste, mittels eines anonymen Online-Fragebogens ihre Meinung rund ums Sicherheitsgefühl mitzuteilen. Das Europäische Zentrum für Kriminalprävention wertet die Ergebnisse aus.

Im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sind seit Februar 2017 Security-Mitarbeiter unterwegs. „Mehr Präsenz sehen wir als wichtigen Schlüssel für mehr Sicherheit“, sagt VRR-Sprecher Dino Niemann. Aktuell sei die Begleitung der Sicherheitskräfte bis zum Jahr 2021 geplant: „Sie sind auf allen Linien unterwegs.“

VRR sieht positive Resonanz von Fahrgästen und Personal

Wenn die Männer in den gelben Warnwesten etwa am Halterner Bahnhof zu sehen sind, liege das nicht daran, dass in der Stadt kürzlich etwas passiert sei, betont Niemann: „Im Schnitt sind fünf Zweierteams im ganzen VRR unterwegs - die Hauptkorridore liegen allerdings zwischen Dortmund und Essen sowie zwischen Wuppertal und Düsseldorf, weil da die meisten Fahrgäste unterwegs sind.“

Sowohl von Fahrgästen als auch vom Personal sei die Resonanz auf den Sicherheitsdienst sehr positiv, sagt der VRR-Sprecher: „Vor allem abends kann es den Kontrolleuren schon mulmig werden, wenn sie alkoholisierte Fahrgäste alleine ansprechen müssen.“

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