Schulklassen sollen mit Servern, Beamern und Wlan ausgerüstet werden

Digitalpakt

Die Stadtverwaltung treibt die Digitalisierung in den Grund- und weiterführenden Schulen voran. Sie reichte einen Förderantrag für Mittel aus dem Digitalpakt bei der Bezirksregierung ein.

Haltern

05.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Digitalisierung an Schulen soll auch in Haltern vorangetrieben werden.

Die Digitalisierung an Schulen soll auch in Haltern vorangetrieben werden. © dpa

Viele Kostenschätzungen sind für den Förderantrag der Stadt Haltern für Mittel aus dem Digitalpakt zusammengetragen worden. Weitergereicht wurden sie nun an die Bezirksregierung in Münster. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Mit dem Geld solle zunächst hauptsächlich die sogenannte Grundstruktur in den einzelnen Schulen eingerichtet werden, hieß es. Dazu gehören beispielsweise die Netzwerkverkabelung, die Ausstattung der Klassen mit Beamern, Leinwand, usw., neue Server sowie das flächendeckende Wlan. Bis Ende 2022 soll diese Phase abgeschlossen sein und nach den ersten Schätzungen rund 1,5 Millionen Euro kosten. Die Förderrichtlinie sieht für Haltern am See eine Fördersumme von maximal 1,2 Millionen Euro vor. Die Stadt muss sich insgesamt mit mindestens zehn Prozent beteiligen.

Zusätzlich 222.456 Euro Landesmittel

Parallel dazu wurde ein Antrag aus einem Förderprogramm des Landes über die Förderung von digitalen Sofortausstattungen an Schulen gestellt, um im Falle einer coronabedingten Schulschließung allen Schülerinnen und Schülern gute Bedingungen bieten zu können. Zielsetzung dieses Programms ist es, die leihweise Versorgung der Schüler mit digitalen Endgeräten, soweit hierzu ein besonderer Bedarf zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte besteht, zu verbessern. Die für Haltern festgelegte maximale Landeszuwendung liegt bei 222.456 Euro. Die Stadt Haltern am See muss sich mit ca. 25.000 Euro beteiligen.

Nachdem mit den Schulleitern die Ausstattung abgestimmt wurde, können nun etwa 600 mobile Endgeräte nebst Tastatur und Schutzhüllen bestellt werden. Über die Schulen erhielten alle Eltern ein Infoschreiben inklusive Formular zur Bedarfsanmeldung. Wenn die Zusagen eingehalten werden, könnten die Geräte noch vor den Herbstferien geliefert sein.

Kein Eigenanteil der Stadt bei Geräten für Lehrpersonen

Ende Juli erst hatte das Land NRW darüber hinaus ein ähnliches Programm für die Versorgung aller Lehrpersonen mit Endgeräten beschlossen. Für die in Haltern tätigen Lehrpersonen werden der Stadt 153.000 Euro zur Verfügung gestellt. Weil es sich bei den Lehrpersonen um Landesbedienstete handelt, muss sich die Stadt nicht mit einem Eigenanteil beteiligen.

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