Schneeschmelze

Schnee schmilzt und könnte Hochwasser bringen – Gullis frei schaufeln

Mit jedem weiteren Tag müssen sich Halterns Bürger mehr und mehr von den Schneemassen in der S(chn)eestadt verabschieden. Das bedeutet auch eine zusätzliche Pflicht für sie.
Ein Halterner Bürger schippt Schnee. © Kevin Kindel

So hoch wie vor einer Woche sind die Schneetürme in Haltern zwar schon nicht mehr, doch noch immer türmen sie sich in die Höhe. Mit jedem weiteren Tag schmilzt die große Schneedecke nun ein weiteres Stückchen ab. Flüssen, Bächen und dem Kanalnetz könnte damit nach den Starkregenfällen von Ende Januar die nächste Belastungsprobe bevorstehen, wenn die Temperaturen wieder konstant über dem Gefrierpunkt liegen.

Die Halterner Bürger müssen deshalb etwas Wichtiges beachten, sagt Stadtsprecher Thomas Gerlach. „Sie müssen sehen, dass die Gullideckel und Straßenabläufe frei von Eis und Schnee sind“, damit der getaute Schnee als Wasser die Kanalisation abfließen kann, erklärt er. Auch mit Hochwasser vor allem in der Lippe könnte zu rechnen sein, so Gerlach.

Das bestätigt auch Anne-Kathrin Lappe, Sprecherin des Lippeverbandes: „Wir erwarten wieder eine kleine Hochwasser-Welle aufgrund der Schneeschmelze“, erklärt sie. Dass deshalb große Probleme auftreten könnten, denkt sie aber nicht. „Das Schnee schmilzt recht langsam, deswegen sehen wir dem gelassen entgegen.“

Der Lippeverband behält den Pegelstand im Auge. „Dann sehen wir rechtzeitig, falls ein Scheitelpunkt übertroffen werden sollte“, sagt Anne-Kathrin Lappe. Die Mitarbeiter würden sich in Bereitschaft halten, um rechtzeitig im Einsatz sein zu können. Generell gelte aber, dass ein Starkregenereignis wie Ende Januar einen „viel schwerwiegenderen Einfluss“ auf das Wasserbett der Lippe habe.

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