Für ein Foto stellten sich vier Kabarettistinnen und Kabarettisten aus dem Ruhrgebiet vor dem Bildungszentrum in Haltern auf. © Geierabend
Kultur aus Haltern

Ruhrpott-Charme und 007: Geierabend soll „nach Haltern zurückkommen“

Der Geierabend in Dortmund begeistert seit 1992 das Publikum in der Zeche Zollern mit typischem Ruhrgebiets-Humor. Nun kam das Ensemble nach Haltern – und bleibt mit der Seestadt verbunden.

Eine Karnevalssitzung mit Ruhrpott-Charme: Das Bühnenteam vom Geierabend kalauert sich normalerweise vor dem Publikum der Zeche Zollern in Dortmund. Mit Pointen wie „Mein Name ist Pott, RuhrPott“ – denn der fiktive Agent James Bond ist doch tatsächlich in Wattenscheid geboren – will der Geierabend das Lebensgefühl der Revierbewohner treffen. Das für 2022 geplante Bühnenprogramm entstand nun zu großen Teilen in Haltern.

In dem von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) betriebenen Adolf-Schmidt-Bildungszentrum an der Hullerner Straße tobte sich das Ensemble kreativ aus. „Dort wurde das neue Programm geschrieben, geprobt und ausprobiert“, erklärt Daniel Dejan, bei dem die Pressearbeit für den Geierabend liegt.

„Das Brainstormen, welche Geschichten und welche Figuren erzählt werden können, hat super geklappt“, sagt er und ergänzt vielsagend: „Wir sind wirklich sehr dankbar und werden nach Haltern zurückkommen.“

„Der Geierabend ist ein Kind des Reviers“

Bei dem Leiter des Adolf-Schmidt-Bildungszentrums, Detlef Lüke, stieß die Kooperation ebenfalls auf großen Zuspruch. „Der Geierabend ist ein Kind des Reviers. Als Leiter habe ich die Zusammenarbeit sofort begrüßt und es wurde verabredet, dass wir eine Heimstätte werden“, sagt Detlef Lüke

Wie genau die Kooperation in Zukunft aussehen wird, steht zwar noch nicht fest. Angedacht ist aber, dass die Mitglieder des Ensembles als Referenten bei Workshops mitmachen oder am kulturellen Abendprogramm teilnehmen.

„Ein Bandmitglied hat auch sofort Nägel mit Köpfen gemacht und ist Mitglied bei uns geworden“, sagt der Zentrumsleiter. Das neue IGBCE-Mitglied ist Matthias „Tubäus“ Dornhege und als Geierabend-Gründungsmitglied eines der Urgesteine im Ensemble.

Detlef Lüke (l.) begrüßt Gründungsmitglied Matthias „Tubäus“ Dornhege (r.) in der Künstler-Gewerkschaft.
Detlef Lüke (l.) begrüßt Gründungsmitglied Matthias „Tubäus“ Dornhege (r.) in der Künstler-Gewerkschaft. © Geierabend © Geierabend

Künstler trotzten der Corona-Pandemie

Einstudiert werden soll das in Haltern entwickelte Bühnenprogramm im November – den ersten Geierabend dazu will das Ensemble im Januar 2022 präsentieren. Veranstalter ist das freie Theater Fletch Bizzel in Dortmund, das die erste Veranstaltung bereits im Jahr 1992 organisiert hat.

In diesem Jahr musste sich das Team im Januar schweren Herzens dazu entscheiden, den Geierabend abzusagen. Wegen der Corona-Pandemie durfte nicht vor dem Publikum in der Zeche Zollern aufgetreten werden. Dafür entstand ein anderes spannendes Projekt: „Geiers Kurzflug“ sind 20 kleine Videos mit einer Länge von jeweils 60 Sekunden.

Entstanden sind die Minuten-Clips in den Originalkulissen der Zeche Zollern. Fans des Geierabends können die Videos auf Facebook, Instagram und der eigenen Homepage www.geierabend.de anschauen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.