Römer-Skulpturen: Friedrich Georg Schmidt stellt in der Halterner Stadtsparkasse aus

Ausstellung

Der Halterner Künstler Friedrich Georg Schmidt stellt kleine Römer-Skulpturen her. Diese kraftvoll wirkenden Figuren sind seit Montag in der Stadtsparkasse Haltern zu bewundern.

von Antje Bücker

Haltern

, 19.02.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Friedrich Georg Schmidt stellt seine Römer-Skulpturen im Foyer der Stadtsparkasse Haltern aus.

Friedrich Georg Schmidt stellt seine Römer-Skulpturen im Foyer der Stadtsparkasse Haltern aus. © Antje Bücker

Sie heißen Drusus, Tiberius, Augustus oder Arminius, sind schwer bewaffnet und wen sie darstellen, ist unschwer zu erkennen. Die Stahl-Skulpturen von Friedrich Georg Schmidt wirken so kraftvoll wie ihre historischen Vorgänger, obwohl sie auf ihre wesentlichen Formen reduziert sind. Seit Montag sind die Werke des Künstlers in der Sparkasse an der Koeppstraße 2 zu bewundern.

Der Künstler, der sich neben der Gestaltung von Figuren aus Metall auch der Air-Brush-Malerei widmet, stellt seine schwergewichtigen Werke im Atelier Kunsthof Nordkirchen und im Künstlerhof Lavesum aus Stahl und Eisen her. Sein Handwerk hat er bei Regine Rostalski, ebenfalls Künstlerin, in Nordkirchen erlernt. Das Material stammt zum Teil aus Baumärkten - für seine Figuren nutzt der Künstler Stahlbleche, Stangen und Munir-Eisen - zum Teil stammen die Bauteile auch vom Schrott.

Antike im modernen Gewand

Mit seinen Römer-Skulpturen gelingt es Schmidt, die Antike im modernen Gewand erscheinen zu lassen. Seine Ausstellung in Haltern ist ein Brückenschlag zur römischen Geschichte der Stadt. Um die Arbeiten des LWL-Römermuseums in Haltern am See zu unterstützen, wird die Hälfte der Verkaufserlöse der kleinen Stahl-Römer als Spende dorthin überwiesen.

So sehen die Skulpturen im Detail aus.

So sehen die Skulpturen im Detail aus. © Antje Bücker

Der künstlerische Fokus von Friedrich Georg Schmidt liegt aber nicht allein auf der Darstellung der Feldherren aus römischer Vorzeit. „Balance halten“ ist ein weiteres Motto des gebürtigen Kasselers, welches das psychische Gleichgewicht von Menschen thematisiert. Die Hälfte der aus dem Verkauf dieser Skulpturen erzielten Erlöse geht als Unterstützung an das psychologische Beratungszentrum PBZ. Seine Figuren und Skulpturen finden sich sowohl in Gärten, wo sie mit der Zeit gewollt Rost ansetzen und „in Schönheit altern“, als auch in Innenräumen.

Kunst-Unterricht weckte sein Interesse für Malerei und Skulpturen

Friedrich Georg Schmidt wurde in Kassel geboren und verbrachte danach seine Jugend in Marburg und in der Nähe von Hannover. „Viele Ausstellungsbesuche mit meinen Eltern und ein ausgezeichneter Kunst-Unterricht am Gymnasium Großburgwedel weckten früh das Interesse für Malerei und Skulpturen“, so Friedrich Georg Schmidt.

Die Ausstellung im Foyer der Stadtsparkasse ist noch für die kommenden vier Wochen jeweils zu den Öffnungszeiten der Sparkasse zu besichtigen.

Die Öffnungzeiten sind montags und dienstags von 9 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, mittwochs von 9 bis 12.30 Uhr, donnerstags von 9 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr. Weitere Infos zum Künster gibt es auf seiner Internetseute unter www.friedrich-georg-schmidt.de

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