Rinderherde vergiftet: Halterner Landwirte wollen Biohof in Erwitte helfen

Durch Batteriesäure

Auf einem Biohof in Erwitte sind Rinder wegen einer illegal entsorgten Batterie an einer Bleivergiftung gestorben. Die Familie hat ihre Existenz verloren, Halterner Landwirte wollen helfen.

Haltern

, 14.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Bauernladen Arentz steht eine Kuh-Spardose, um Geld für die Biohof-Familie in Erwitte zu sammeln.

Im Bauernladen Arentz steht eine Kuh-Spardose, um Geld für die Biohof-Familie in Erwitte zu sammeln. © privat

Durch Säure aus einer illegal entsorgten Autobatterie hat ein Biobauernhof in Erwitte seine ganze Rinderherde (46 Tiere) verloren. Einige der Aberdeen-Angus-Rinder starben an einer Bleivergiftung, die anderen mussten eingeschläfert werden. Die Familie fand die Ursache in sechs Silage-Ballen: Eine Autobatterie war beim Pressvorgang ins Futter gelangt und dadurch kaputt gegangen - das freigesetzte Bleiaceton gelangte ins Futter und zu den Tieren. Die Familie muss wieder von Null anfangen.

Conny Arentz bittet um Unterstützung

Conny Arentz (Bauernladen Arentz in Lippramsdorf) hörte auf einer Fortbildung von dem Schicksal, fuhr nach Erwitte, sprach mit den Betroffenen und initiiert jetzt eine Solidaritätsaktion. „Wir wollen helfen und zeigen, dass wir Landwirte zusammenhalten und einander helfen“, sagt sie. Deshalb wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Conny Arentz verteilte Flyer, außerdem stellte sie beispielsweise in ihrem Bauernladen eine Spardose auf.

„Die Familie in Erwitte steht mit ihrem Betrieb wieder ganz am Anfang“, erzählt Conny Arentz. Die Vermarktung von Biofleisch ist aktuell nicht mehr möglich. Die Familie möchte nicht aufgeben und eine neue Herde aufbauen. Das dauert. Da der Verursacher nicht ermittelt ist, kommt keine Versicherung für den Schaden auf.

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