Die Reparatur am Windrad an der Weseler Straße hat begonnen. © Jürgen Wolter
Windrad-Reparatur

Reparaturarbeiten am defekten Windrad an der B 58 haben begonnen

Nach monatelangem Warten geht es jetzt weiter mit der Reparatur des defekten Windrads an der Weseler Straße. Aber die ist kompliziert.

Im April dieses Jahres war ein Flügel eines Windrads an der Weseler Straße bei einem Sturm abgeknickt und zu Boden gefallen. In der Folge musste die Weseler Straße mehrere Tage voll gesperrt werden. Jetzt haben die Vorbereitungsarbeiten für die endgültige Reparatur begonnen.

„Es tut sich endlich was“, freut sich Landwirt und Mitbetreiber Hubertus Koch, auf dessen Feld an der Weseler Straße das Windrad errichtet wurde. „Aber die Reparatur ist kompliziert und wird etwa vier Wochen dauern.“ Ein neuer Flügel war bereits im Sommer angeliefert worden. „Er kann aber nicht allein montiert werden, weil oben am Windradkranz neue Lager eingebaut werden müssen. Das geht aber nicht nur für einen Flügel. Um das Windrad nicht aus dem Takt zu bringen, müssen drei Flügel neu montiert werden.“

Flügel kommen auf dem Seeweg

Die beiden restlichen Flügel seien zurzeit auf dem Seeweg Richtung Haltern unterwegs, so Koch. Zurzeit würden an der Baustelle vorbereitende Arbeiten durchgeführt. Zunächst sei der erste neue Flügel neu platziert worden. „Die beiden anderen werden daneben gelegt“, so Hubertus Koch.

Er beschreibt die weiteren Arbeitsschritte: „Mitte nächster Woche wird der Hauptkran errichtet. Dann wird das neue Lager am Windrad provisorisch eingebaut und auch der Flügel montiert. Anschließend wird aber der ganze Kranz abgebaut und nach unten gelassen, weil man das nicht mit nur zwei Flügeln machen kann, die wären nicht im Gleichgewicht.“

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Reparaturarbeiten am Windrad an der Autobahn

Danach würden die alten Flügel entfernt und die neuen samt Lagern eingebaut, so Hubertus Koch. Erst dann werde der gesamte Kopf wieder neu auf dem Windrad mit einer Nabenhöhe von 150 Metern montiert. „Das alles wird insgesamt sicher ein paar Wochen dauern“, so Hubertus Koch. Zeitweise muss während der Arbeiten auch die Wilhelm-Koch-Straße gesperrt werden.

Ein Materialfehler war die Ursache des Absturzes

Im Mai hatte ein Gutachter das abgestürzte Windrad untersucht. Er war zu dem Schluss gekommen, dass ein Materialfehler den Absturz im April verursacht hatte. Der Windradflügel besteht aus Schichten aus Balsaholz und Glasfaser, die miteinander verklebt sind.

„Der Hersteller war ein deutsches Unternehmen“, sagt Mitbetreiber Hubertus Koch. „Der Schaden ist bei der Fertigung entstanden.“ Mehrere Gutachter hatten damals die Schäden in Augenschein genommen. Der Absturz war ein Sonderfall, der in dieser Form noch nicht aufgetreten war.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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