Realschule heißt bald Alexander-Lebenstein-Realschule

HALTERN Die Städtische Realschule wird ab Juni Alexander-Lebenstein-Realschule heißen. Diesen Beschluss fasste die Schulkonferenz am Donnerstag.

von Von Thomas Liedtke

, 14.03.2008, 22:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anna-Marie Uber, Schulleiter Michael Weiand und Simon Kortmann vor dem Waggon, der eine Ausstellung zum Holocaust beherbergt.

Anna-Marie Uber, Schulleiter Michael Weiand und Simon Kortmann vor dem Waggon, der eine Ausstellung zum Holocaust beherbergt.

Die Zustimmung des Schulträgers steht zwar noch aus, aber es besteht kein Zweifel daran, dass der Schulausschuss (1.4.) und der Rat (24.4.) zustimmen werden. Die festliche Namensgebung ist für den 6. Juni geplant. Dazu wird auch Alexander Lebenstein erwartet.

Treffen in Berlin

Die beiden Schülersprecher Anna-Marie Uber und Simon Kortmann werden den jetzt in Richmond/USA lebenden Juden bereits einige Tage vorher in Berlin treffen, um mit ihm einige Gedenkstätten zu besuchen. Beide kennen Lebenstein, seit sie vor fünf Jahren an die Realschule gewechselt sind. In den vergangenen Monaten haben sie intensiven Mail-Kontakt mit ihm gepflegt. Anna-Marie Uber weiß also, worüber sie spricht, wenn sie am 1. April vor dem Schulausschuss den Antrag begründen wird. Die Schule will so zeigen, dass nicht nur Lehrer und Eltern, sondern auch die Schüler hinter der Entscheidung stehen. Eine schriftliche Begründung wird Schulleiter Michael Weiand schon Anfang nächster Woche der Stadt zuleiten.

Vorbild für die Schüler

„Wir stützen uns auf die Ehrenbürger-Entscheidung des Rates“, so Weiand. „Wichtig ist aber auch, dass zwischen der Schule und Alexander Lebenstein enge Bande entstanden sind. Alle Schülersprecher der letzten Jahre haben Lebenstein in seiner neuen Heimat besucht und auch dort erfahren, wie er sich für Toleranz und Verständigung einsetzt. „Er ist damit ein echtes Vorbild für unsere Schüler geworden“, lobt Weiand. Für die Schule habe immer festgestanden, dass sich der Kampf gegen den Rassismus im Namen widerspiegeln sollte. Michael Weiand: „Wir hätten auch einen überörtlichen Namen wie zum Beispiel ‚Weiße Rose‘ wählen können. Aber wenn man einen solchen Menschen aus der eigenen Stadt hat, sollte man diese Chance nutzen.“

Lesen Sie jetzt