Prozessionsspinner: Kreis hängt 100 Nistkästen an Landesstraßen in Haltern und Dorsten auf

Eichenprozessionsspinner

Beim Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner setzt auch der Kreis auf die natürliche Unterstützung durch Vögel. Mitarbeiter sind deshalb entlang der Kreisstraßen unterwegs.

Haltern, Dorsten

25.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozessionsspinner: Kreis hängt 100 Nistkästen an Landesstraßen in Haltern und Dorsten auf

Mark Preuten, Josef Haddick, Frank Kurat und Josef Löbbert (v.l.) hoffen, dass die Nistkästen gut angenommen werden. © Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister

Mitarbeiter des Kreisbauhofs hängen in diesen Tagen 100 Nistkästen an Eichen entlang verschiedener Kreisstraßen auf. „Vor allem in Dorsten und Haltern am See hatten wir im letzten Jahr verstärkt Probleme mit Eichenprozessionsspinnern an Bäumen des Kreises. Darum liegt dort der Schwerpunkt für die Aufhängung der Nistkästen“, sagt Mark Preuten, Leiter des Kreisbauhofes in Haltern-Lippramsdorf.

Die Raupenplage hatte bereits 2018 und vor allem 2019 viele Einsätze von Fachfirmen im gesamten Kreisgebiet erforderlich gemacht. Die zusätzlichen Nistkästen sind ein Versuch, mithilfe der Vögel die Zahl der Raupen auf natürliche Art zu reduzieren. Ihre Brennhaare können Juckreiz und Allergien auslösen. Im niederländischen Groesbeek hat man im letzten Jahr positive Erfahrungen mit dieser Maßnahme gemacht.

Insassen und Naturschützer stellten die Nistkästen her

50 der Häuschen für Meise und Co. haben die Insassen der Justizvollzugsanstalt Bochum in der dortigen Schreinerei gebaut, die anderen 50 der Naturschutzbund Recklinghausen.

„Es gibt mittlerweile verschiedenste Bekämpfungsmöglichkeiten gegen den Eichenprozessionsspinner, die von den Mitarbeitern des Baubetriebshofes beobachtet und auf einen möglichen Einsatz an Kreisstraßen geprüft werden. Dabei spielen sowohl Effizienz als auch Umweltverträglichkeit entscheidende Rollen. Wir sind dazu in engem Austausch mit den Kollegen in den kreisangehörigen Städten“, so der Leiter des Fachdienstes Tiefbau des Kreises Recklinghausen, Carsten Uhlenbrock.

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