Playstation verkauft und dann nicht verschickt? Halternerin wollte Urteil nicht akzeptieren

Betrug

Sie soll eine Playstation im Internet verkauft, aber nicht an die Käuferin geschickt haben. Jetzt musste sich die Halternerin in zweiter Instanz vor dem Landgericht Essen verantworten.

Haltern

, 11.02.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Playstation verkauft und dann nicht verschickt? Halternerin wollte Urteil nicht akzeptieren

Weil sie eine Playstation verkauft, aber nicht verschickt haben soll, hat eine Halternerin eine Geldstrafe bekommen. © picture alliance/dpa

Weil sie im Internet eine Playstation verkauft, aber nicht an den Käufer verschickt haben soll, musste sich eine Halternerin nun in zweiter Instanz wegen Betrugs vor dem Landgericht Essen verantworten.

„Die Angeklagte soll im Internet eine Playstation im Wert von 230 Euro angeboten haben und nach Zahlungseingang nicht verschickt haben“, heißt es am Dienstag von Dr. Tim Holthaus, Pressesprecher am Landgericht Essen.

Amtsgericht Marl verurteilte die Frau zu 400 Euro Geldstrafe

Die Halternerin war am 5. August 2019 vom Amtsgericht Marl zu einer Geldstrafe von 40 Tagen à 10 Euro verurteilt worden. Dagegen legte die 1984 geborene Frau allerdings Berufung ein.

Am vergangenen Freitag dann mussste sich die Halternerin vor dem Landgericht Essen in zweiter Instanz verantworten. „Im Rahmen der Berufung hat sich die Angeklagte weiterhin dahingehend eingelassen, dass sie die Playstation versandt habe, aber keinen Einlieferungsbeleg mehr vorweisen könne“, so Holthaus.

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„Schließlich haben sich alle Beteiligten dahingehend geeinigt, dass die Angeklagte das überwiesene Geld in Höhe von 230 Euro an die Geschädigte zurückzahlt und das Verfahren danach endgültig eingestellt werden kann“, sagt der Pressesprecher weiter.

Das Verfahren ist damit vorläufig eingestellt, unter der Vorgabe, dass sie den fälligen Betrag zahlt. Die Halternerin hat nun bis zum 15. Februar und bis zum 15. März Zeit, den strittigen Betrag in zwei Raten zu zahlen. „Wenn nicht pünktlich bezahlt wird, müssen neue Verhandlungen anberaumt werden“, so Holthaus.

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