Pläne für den Silbersee: Nachbarn rufen zum Protest gegen geplante Großveranstaltungen auf

dzSilbersee II

Sollen der Gastronomie am Silbersee II vier jährliche Megaveranstaltungen genehmigt werden? Anwohner im nördlichen Sythen sind davon absolut nicht begeistert.

Sythen

, 08.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als bekannt wurde, dass dem Gastronomiebetrieb am Silbersee II vier jährliche Großveranstaltungen mit bis zu 15.000 Besuchern genehmigt werden könnten, regte sich Protest in Haltern. Bis zum 17. März können Bürger die Pläne im Rathaus oder auf der städtischen Homepage einsehen und ihre Anregungen oder Kritik abgeben.

Diese Phase wollen Nachbarn des Wellenbogens, Heitkens und der Lehmbrakener Straße nutzen. Im nördlichen Sythen haben sie gerade 300 Briefe mit einem vorformulierten Einspruch gegen den Bebauungsplan für den Silbersee und seine Inhalte verteilt.

Die Nachbarn haben die Belastung bisher ertragen

So soll der Protest auf eine breite Basis gestellt werden. „Wir haben schon jetzt jedes Jahr Theater, weil das halbe Ruhrgebiet sich am Silbersee tummelt“, begründete Christine Baumeister-Henning in einem Gespräch mit der Redaktion das Anliegen einer Gruppe von Nachbarn.

Bisher hätten die Anwohner die Situation im Umfeld des Ausflugsmagneten Silbersee mehr oder weniger geduldig ertragen. Mit den geplanten zusätzlichen Veranstaltungen und ihrer Größenordnung aber werde eine Grenze überschritten, die nicht mehr hinnehmbar sei.

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Die Nachbarn, die jetzt zum Protest aufrufen, wohnen schon seit 40 Jahren in Lehmbraken und pflegen ihre Gemeinschaft. „An heißen Sommertagen sind unsere Grundstücke schon jetzt so zugeparkt, dass wir uns nicht mehr rühren können“, erklärte Christine Baumeister-Henning.

Die Verkehrsbelastung würde weiter zunehmen

Der Parkdruck im Wohngebiet könnte sich aus ihrer Sicht noch verstärken, wenn an einem schönen Sommertag Badegäste und Konzertbesucher an den Silbersee strömten. Dann müsse mit bis zu 10.000 Fahrzeugen gerechnet werden. Neben der zu erwartenden Verkehrsbelastung gehen die Anwohner davon aus, dass auch die Lärmimmissionen zunehmen werden, wenn 15.000 Menschen am Silbersee an Konzerten teilnehmen.

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Der Lärm von Partys am Silbersee bringe schon heute Nachbarn um den Schlaf. Bei Großveranstaltungen unter freiem Himmel nehme diese Belastung noch weiter zu.

Auf die Eingaben der Bürger kommt es an

Außerdem gebe es bisher keinerlei Informationen, welche Veranstaltungen am Silbersee stattfinden sollen. Sythen solle kein „Jamel im Westen“ und auch kein „Wacken am Rande des Potts“ werden, bekräftigte Christine Baumeister-Henning. Von den Plänen für den Silbersee seien die Anwohner in Lehmbraken überrascht worden. Sie hätten erst aus der Zeitung davon erfahren, erklärte Christine Baumeister-Henning.

Die Halterner Ratsfraktionen hatten zwar den Weg für die Auslegung des Bebauungsplanes für den Silbersee freigemacht. Dabei wurde aber betont, dass die Interessen der Bürger berücksichtigt werden sollten. Eine starke Rückmeldung während der Offenlegung der Pläne könnte deshalb entscheidend sein.

Einspruchsformulare können bei Christine Baumeister-Henning angefordert werden. Tel. 02364/68541.
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