Bahnreisende mögen die Lösung mit dem Pendlerparkplatz noch so sehr anzweifeln - sie ist nicht mehr rückgängig zu machen. © Ilka Bärwald
Meinung

Pendlerparkplatz: Der Zug ist bereits abgefahren

Der Pendlerparkplatz am Ikenkamp ist fast fertig. Dass der Parkplatz an der Annabergstraße deshalb bald geschlossen wird, bezeichnen Halterner als absurd. Ein Kommentar dazu.

Der Zug ist abgefahren. Jetzt an der Vergangenheit herum zu zupfen, ist vergebliche Liebesmüh. Denn die Entscheidung für eine Verlegung des Pendlerparkplatzes von Nord nach Süd ist schon vor Jahren (2002) gefallen. Daran erinnern sich viele Bürgerinnen und Bürger heute allerdings nicht mehr.

Scheinbar aber gab es damals auch keine Gegenwehr aus der Bürgerschaft, denn sonst wäre der Ratsbeschluss gewiss nicht so einmütig ausgefallen. Die Verlegung war im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes ein vertragliches Abkommen zwischen Land, Bahn und Stadt. Sie wurde an Fördermittel gekoppelt sowie an die Abmachung, das alte Parkplatzgelände an der Annabergstraße baulich als Mischgebiet zu entwickeln und zu veredeln.

Daran gibt es heute nichts mehr zu rütteln. Ja, ideal und sinnvoll wäre für alle Bahnreisenden ein Parkplatz hier wie dort gewesen. Das hätte den Pendlerverkehr entzerrt und entspannt (das vor allem mit Blick auf die ungelöste Verkehrssituation an der Glashütte). Aber diese Option gibt es heute nicht mehr. So ärgerlich das auch ist.

Es ist anstrengend, einen Sinn zu finden in Dingen, die keinen Sinn ergeben. Es muss in diesem Falle wohl oder übel jedoch sein. Der Zug ist nicht mehr anzuhalten.

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Elisabeth Schrief

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