Patienten müssen bis nach Borken und Gescher fahren

Neuer HNO-Notdienst

Die Hals-Nasen-Ohren-Ärzte sind ihrer Zeit voraus - jedenfalls was den notfallmedizinischen Aspekt angeht. Sie haben Neustrukturierung des Notdienstes, der am 1. Februar in Kraft tritt, bereits zum 1.1. umgesetzt. Mit Folgen für Halterner Patienten.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 05.01.2011, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Um den künftig täglichen Notdienst abzudecken, erklärt HNO-Ärztin Dr. Johanna Leidinger, „müssten wir alle zwölf Tage Notdienst versehen. Viele von uns operieren auch noch und leisten daher zusätzlich den Hintergrunddienst im jeweiligen Krankenhaus.“ Das zusammen wäre arbeitsrechtlich nicht zulässig. Jetzt teilen sich über 20 Ärzte die Dienste, künftig jeweils über eine Woche, von Montag bis Sonntag. Allerdings handelt es sich um „Dienst nach Anforderung“. Das heißt, die Notdienst-Praxis ist nicht rund um die Uhr geöffnet, der Patient ruft den Arzt an, bevor er sich auf den Weg macht. An den Werktagen erfahren die Patienten über den Anrufbeantworter, wer Notdienst hat bzw. wie er zu erreichen ist, in der Regel über das Handy. Ab 22 Uhr übernehmen die HNO-Fachkliniken den Notdienst: Für Patienten aus dem Raum Münster ist das die Uniklinik Münster, für Betroffene aus Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen, Borken und Haltern ist das Prosper-Hospital in Recklinghausen zuständig.

Unberührt davon bleibt der Wochenend-Notdienst, an beiden Tagen öffnen die Notdienst-Praxen in der Zeit von 10 bis 11 und 17 bis 18 Uhr für eine Notfallsprechstunde. Die Regelung für den Mittwochnachmittag ist noch nicht einheitlich geklärt.

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