Halterner üben heftige Kritik an Entscheidungen des Bauamts

dzWohnen

Im nächsten Teil der Auswertung unserer Online-Umfrage dreht sich alles um die Themen Wohnen und Bauen in Haltern. Dazu haben sich viele geäußert - und nicht mit Kritik gespart.

Haltern

, 20.08.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir hatten in den vergangenen Wochen unsere Leserinnen und Leser gefragt, wie zufrieden sie mit der Arbeit der Stadtverwaltung in Haltern sind. Insgesamt 417 Bürger haben teilgenommen. Nicht jede Frage wurde beantwortet, daher ändert sich pro Frage bzw. Aussage die Grundgesamtheit leicht.

Die oben genannte Frage lieferte kein eindeutiges Ergebnis. Diejenigen, die eher zufrieden mit der Arbeit sind, hielten sich die Waage mit denjenigen, die eher unzufrieden sind.

Wir wollten jedoch noch mehr und detaillierter wissen, was die Bürgerinnen und Bürger in Haltern denken. Die Aussage: „Es ist schwierig, in Haltern eine geeignete Wohnung zu finden“ haben von 413 Teilnehmern 40 Prozent mit „trifft voll und ganz zu“ beantwortet. Knapp 28 Prozent entschieden sich für „trifft eher zu“. Tendenziell sind also fast 70 Prozent derjenigen, die die Frage beantwortet haben, der Meinung, es sei schwierig, eine geeignete Wohnung zu finden.

Nicht von ungefähr haben das Thema Wohnraum alle örtlichen Parteien im Wahlkampf aufgegriffen.

Wir haben außerdem gefragt, welche Maßnahmen die Stadt ergreifen oder verstärken sollte, um das Angebot an Wohnungen zu verbessern. 37 Prozent (bei 405 Teilnehmern) waren der Meinung, dass die Stadt selbst bezahlbare Wohnungen bauen sollte. Während 20 Prozent die Auffassung vertreten, dass die Stadt bereits genug tue, sind knapp 21 Prozent der Meinung, sie müsse sich für mehr Bauflächen für Wohnungen einsetzen. Gut 14 Prozent plädieren dafür, die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. 7 Prozent wünschten sich andere Maßnahmen. Viele Kommentare gingen zu dem Thema ein. Weitere Neubaugebiete für junge Familien wurde gewünscht. Einige der Kommentatoren ärgerten sich über ihrer Meinung nach zu hohe Grundbesitzabgaben.


Ein weiterer Punkt dreht sich um große Bauprojekte in der Stadt. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Diskussionen um das Thema gegeben: Ein Beispiel ist der Baukomplex am Elterbreischlag, der den Unmut der Sythener Anwohner auf sich zog. Die Stadt habe sich „überrumpeln lassen“ bei diesem Bauvorhaben. Auch andere Beispiele der Nachverdichtung in der Stadt finden wenig Zuspruch unter den Bürgern: „Wohnsilos“ oder „riesige „Klötze“ würden plötzlich in Wohngebiete gesetzt, die eigentlich kleingeschossig bebaut seien, wie etwa am Fliederbusch. Die Arbeit des Bauamtes wurde von vielen Kommentatoren heftig kritisiert und die Kompetenz infrage gestellt - mit teils deutlichen Worten.

Wir stellten folgende Aussage zur Wahl: „Große Bauprojekte verändern das kleinteilige Stadtbild. Diese Entwicklung tut Haltern gut.“ Bei 413 Teilnehmern, die diese Aussage bewerteten, entschieden sich 45 Prozent für „trifft gar nicht zu“. 28 Prozent klickten auf „trifft eher nicht zu“. Lediglich 9 Prozent sind der Auffassung, große Bauprojekte täten Haltern gut. In dem Zusammenhang wünschten sich viele Umfrage-Teilnehmer, als Bürger mehr in solche Entscheidungen mit eingebunden zu werden beziehungsweise mehr Transparenz.

In einem weiteren Teil unserer Online-Umfrage wird sich alles um Mobilität und Verkehr drehen.

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