Neues Baugebiet in Lavesum soll hohe Nachfrage nach Grundstücken bedienen

dz„Am Schafstall“

Die Ortsmitte von Lavesum soll wachsen. Geplant ist, ein neues Baugebiet entlang der Merfelder Straße zu entwickeln - mit Platz zum Wohnen, aber auch für Handwerk und Gewerbe.

Lavesum

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Ortsteilcheck der Halterner Zeitung kam Lavesum sehr gut weg. Tenor: In einer „heilen Welt“, in der man sich kennt und aufeinander verlassen kann, könne man bewusst auf Supermarkt, Arzt und bessere Busverbindungen verzichten. Das muss aber nicht so bleiben. Denn die Stadt plant ein neues Baugebiet zwischen Rekener Straße und Merfelder Straße. Sie gibt diesem Gebiet den Namen „Am Schafstall“.

Aufschlag im Ausschuss

Das Bauleitplanverfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes soll jetzt eröffnet werden, der Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt macht am 27. Juni (Donnerstag) in seiner Sitzung den Aufschlag (17.30 Uhr, neues Rathaus).

Gärten und Wiesen auf einer Fläche von 2,6 Hektar sollen für eine Bebauung freigegeben werden. Einbezogen ist auch das Grundstück des früheren Biko-Marktes, das sich in anderem Eigentum befindet. Für die Aufstellung des Bebauungsplanes sieht es gut aus. Denn der Flächennutzungsplan der Stadt weist dieses Gebiet als Wohnbaufläche aus.

Infrastruktur stärken

„Mit dem Vorhaben soll die konstant hohe Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken in Haltern Rechnung getragen werden und zugleich der Ortsteil Lavesum durch Ergänzung der bestehenden Infrastruktur und Ausstattung gestärkt werden“, sagt Baudezernentin Dr. Andrea Rüdiger. Neben Wohnhäusern sollen hier auch Grundstücke für Gewerbe- und Handwerksbetriebe angeboten werden, um die dörfliche Infrastruktur zu stärken.

Am Rand entlang der Merfelder Straße soll dichte und höhere Bebauung möglich sein, im Innern sind zweigeschossige Häuser in aufgelockerter offener Bauweise vorgesehen, um einen harmonischen Übergang zur Bestandsbebauung des Dorfes zu gestalten.

Firma Stock federführend

Ausführende Firma ist Generalbau Johannes Stock. Sie entwickelt die Pläne für die Lückenschließung im Ortskern Lavesum und möchte die neuen Häuser nach zeitgemäßen energetischen Einsparpotenzialen bauen.

Nach dem Aufstellungsbeschluss zunächst im Ausschuss Stadtentwicklung und dann im Rat wird Vorhabenträger Stock konkrete Entwürfe vorlegen, die dann in der Verwaltung und Politik erörtert und am Ende beschlossen werden. Hinzu kommen noch die Bürger- und Behördenbeteiligung, ebenso diverse Gutachten zum Natur- und Artenschutz sowie über Ausgleichsflächen. In aller Regel dauert solch ein Verfahren ein bis zwei Jahre, bevor Baurecht gilt.

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