Familie Giustra und Pizzabäcker Marco Antonio Aricó (r.) stecken viel Herzblut in ihre neue Pizzeria an der Weseler Straße. © Winkelkotte
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Neueröffnung: In Halterns Westen gibt es jetzt neapolitanische Pizza

Während sich einige Gastronomen aufgrund der Corona-Krise um ihre Zukunft sorgen, wagen andere mit einer Neueröffnung den Schritt in die Selbstständigkeit. Das Konzept klingt vielversprechend.

Fahnen und Luftballons in den Farben der italienischen Nationalflagge zieren das Schaufenster des kleinen Lokals an der Weseler Straße in Haltern. Dort, wo einst eine Fahrschule beheimatet war, läuft nun ein großer Ofen auf Hochtouren. Pizza und Pasta stehen auf der Speisekarte des „Little South Italy“. Familie Giustra hat hier vor wenigen Tagen ihre neue Pizzeria eröffnet. „Damit erfüllen wir uns einen kleinen Lebenstraum“, sagt Nunzio Giustra.

Vor etwas mehr als zwei Jahren ist der gebürtige Sizilianer, der als Projektmanager bei Evonik arbeitet, mit seiner Frau Nicole und den Kindern Gianluca, Vincenzo und Samuele nach Haltern gezogen. „Meine Frau war zuletzt als Arzthelferin beschäftigt, hat ihren Job aber nun gekündigt“, erzählt er. „Ihr ganzes Herzblut widmet sie nun unserem kleinen Gastronomiebetrieb.“

Nach dem erfolgreichen Hausbau entschied sich die Familie, ein kleines Ladenlokal in der Seestadt zu mieten. „An der Weseler Straße sind wir schließlich fündig geworden. Der Startschuss war damit gefallen“, erinnert sich Nicole. Mit vereinten Kräften hat die Familie in den vergangenen Monaten die Räumlichkeiten renoviert und alle wichtigen Vorbereitungen getroffen.

Mit fluffig dickem Rand und dünnem Boden

Im Mittelpunkt ihres Lokals steht das Herzstück: ein mehrere tausend Euro teurer Ofen, in dem nun neapolitanische Pizza – mit fluffig dickem Rand und dünnem Boden – zubereitet wird. „Dieser Ofen wurde eigens in Italien angefertigt und ist ein Alleinstellungsmerkmal“, erklärt Nunzio Giustra, der sich selbst als großer Liebhaber der traditionellen sizilianischen Küche beschreibt.

Von einer klassischen Margherita bis hin zur üppig belegten Quattro Stagioni mit Schinken, Oliven und Artischocken gibt es verschiedenste Pizzavarianten im Angebot – auch zur Lieferung. Dabei arbeitet die Familie mit frischen Zutaten und die kommen sogar teilweise direkt aus Bella Italia. „Wir verwenden bei der Zubereitung unserer Speisen zum Beispiel hausgemachtes Olivenöl vom Direkterzeuger aus Sizilien.“

Was ist eigentlich das Besondere an einer neapolitanischen Pizza? „Wir verwenden ganz bestimmte Zutaten und backen die Pizza bei etwa 480 Grad zwischen 60 und 90 Sekunden lang“, erklärt Pizzabäcker Marco Antonio Aricó.

Von Sardinien nach Haltern

Er stammt aus Sardinien, hat sich per Internet um den neuen Job in Haltern beworben und hat nun sogar seine Zelte in Italien dafür abgebrochen. „Er hat uns mit seiner sympathischen Art und seinen fachlichen Kenntnissen sofort überzeugt“, sagt Nunzio Giustra.

Der 46-Jährige hofft nun, dass das neue gastronomische Angebot seiner Familie in Haltern gut angenommen wird. Von seinem Nachbarn Andreas Kleimann, der in Haltern seit Jahren als Gastronom erfolgreich ist, habe er zuletzt viele Ratschläge und Hilfestellungen erhalten. „Er hat uns in allen Bereichen unterstützt und bei Fragen immer ein offenes Ohr gehabt. Dafür bin ich ihm äußerst dankbar.“

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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