Der amtierende Vorstand (v.l.) Hermann Döbber, Katja Bergjürgen, Ute Erler und Theo Haggeney stießen auf die erfolgreiche Eröffnung an. © Antje Bücker
Innenstadt

Neueröffnung an der Lippstraße: Verein „Vitus“ bezieht Räumlichkeiten

Der Verein für Integration, Teilhabe und Solidarität (Vitus) bietet ab sofort an der Lippstraße Kaffeenachmittage, Kurse und Kinderbetreuung für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund an.

Rund 30 Gäste waren der Einladung des neugegründeten Vereins Vitus (Verein für Integration, Teilhabe und Solidarität) am Freitagmorgen in die renovierten Räumlichkeiten an der Lippstraße 7-9 in der Innenstadt gefolgt. Unter ihnen Vertreter der Verwaltung, der Caritas, der Politik und der Kirchen.

Der aus dem Halterner Asylkreis und dem Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt hervorgegangene Verein, der sich im Dezember 2020 auf die Initiative von Burkhard Millner, Hermann Döbber und Theo Haggeney gegründet hatte und schon jetzt 71 Mitglieder zählt, sieht seine Aufgabe im Dienst an allen Bürgerinnen und Bürgern, hauptsächlich jedoch für bedürftige Bevölkerungsschichten.

Haus der Begegnung

Hermann Döbber und Theo Haggeney umrissen bei der Eröffnung kurz die Geschichte der Vereinsgründung, die Entstehung der Satzung, die Beantragung von Fördergeldern sowie die umfangreichen, behindertengerechten Umbauarbeiten des alten Gebäudes. „Mit diesem Haus fühle ich mich seit meiner Kindheit verbunden“, erklärte Hermann Döbber, der ganz in der Nähe aufgewachsen ist und aus der Bäckerei Osemann, die das Gebäude seinerzeit beherbergte, sein Schulbrot bezog.

Nach der Eintragung ins Vereinsregister und die Schlüsselübergabe im Januar konnte am 1. März der Mietvertrag unterzeichnet werden. Noch ist nicht alles fertig, die Küche muss noch angeschlossen werden, aber nach der monatelangen Arbeit verschiedener Handwerker und unzähliger Einsatzstunden der ehrenamtlichen Mitglieder, sind die Schulungsräume, der Computerraum mit moderner digitaler Technik, die sanitären Anlagen, Spielzimmer und das Büro bereits nutzbar.

Die Mitte der Gesellschaft in der Mitte der Stadt

„Ich hatte schon Gelegenheit, die neuen Vereinsräume zu besichtigen. Schon während der Bauphase gab es hier den ersten Alphabetisierungskurs und Kinderbetreuung“, berichtete Bürgermeister Andreas Stegemann, der sich darüber freut, dass mit Vitus ein gemeinnütziger Verein für die Mitte der Gesellschaft nun auch in der Mitte der Stadt angekommen ist. Er ist sich sicher, dass Vitus eine Erfolgsgeschichte wird, die der Stadt Haltern gut zu Gesicht stehen wird.

Zwar war auch die ehemalige Unterbringung in der Erich-Kästner-Schule noch recht zentral, allerdings mit der Lage und der Qualität des neuen Gebäudes nicht zu vergleichen. „Nun haben wir den Anspruch, diese tollen Räume mit Leben zu füllen. Deutschkurse, Digitalkurse, das Asyl-Café und Senioren-Computerkurse finden bereits statt, aber es gibt noch freie Kapazitäten. Weitere Ideen sind uns willkommen“, wandte sich Vorstandsmitglied Ute Erler an die Gäste, die den Vormittag mit guten Gesprächen beim Sektfrühstück ausklingen ließen.

Mehr Infos auf: www.vitus-haltern.de

Über die Autorin
Journalistin und Fotografin wollte ich schon während der Schulzeit werden. Trotzdem bin ich erst nach vielen Umwegen zur Zeitung gekommen. Die Berichterstattung über die Ereignisse in der großen weiten Welt haben meinen Horizont erweitert, der Lokaljournalismus meinen Blick auf die wesentlichen Dinge vor der eigenen Haustür.
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