Wo ehemals Mode Engbers war, öffnet bald ein neues Geschäft. © Niklas Berkel
Neues aus der Innenstadt

Neue Geschäftsidee für einen alten Standort in Halterns Fußgängerzone

Während Medimax schließt, gedeihen gegenüber an der Muttergottesstiege 1 Pläne für eine neue Geschäftsidee. Ein Halterner Traditionsunternehmen würde schon gern im März öffnen.

Anfang 2020 kündigte sich im Lokal an der Muttergottesstiege 1 eine Veränderung an: Mode Engbers startete einen Räumungsverkauf und warb mit dem Umzug in die Rekumer Straße. Für den Besitzer der Immobilie war klar, dass Niveauvolles folgen sollte. Damit stieß er in der Kaufmannschaft auf viel Sympathie.

40 bis 50 Anfragen habe er gehabt, auch von Filialisten und Imbiss-Betreibern. Aber entsprechend seines Versprechens fiel die Wahl auf eine angesehene Halterner Unternehmerin.

Schuhe, Accessoires und auch viel Kultur

Christiane Schroer, Inhaberin des Schuhgeschäftes Schämann, richtet sich auf den 70 Quadratmetern ihren Traum ein. Wenige Meter vom Stammhaus an der Weseler Straße entfernt wird sie in der Fußgängerzone als zweites Geschäft „Shoe and more“ eröffnen. Sie verkauft dort, so ist der Plan, gesunde Schuhe in modischem Design für Frauen sowie Accessoires und außergewöhnliche Modetextilien. Natürlich und nachhaltig soll das Angebot sein. So gibt es beispielsweise die vegane Linie von Birkenstock.

Bequeme Schuhe können ganz schön modisch sein. Christiane Schroer wird das bald in der Innenstadt präsentieren.
Bequeme Schuhe können ganz schön modisch sein. Christiane Schroer wird das bald in der Innenstadt präsentieren. © CARSTEN STRUEBBE © CARSTEN STRUEBBE

Aber das „mehr“ steht auch für mehr: Geplant sind Mädelsabende, Lesungen, Ausstellungen oder Live-Musik. Eben alles, was ein Event-Shopping ausmacht, sagt Christiane Schroer.

Im Stammhaus bieten sie und ihr Team Kinderschuhe und bequeme Schuhmode für empfindliche Füße an – in Kombination mit Podologie und Orthopädie. „Die Bequemschuhe sind viel modischer geworden“, erzählt Christiane Schroer. Eben das möchte sie in Haltern zeigen und damit eine Nische füllen. Da an der Weseler Straße die Laufkundschaft fehle, ziehe es sie in die Innenstadt.

Die Hoffnung liegt auf März – bei allem Respekt

Die neue Geschäftsidee erklärt sie zur Herzenssache. Doch viel Renovierungsarbeit war notwendig und dann kam der Corona-Lockdown, sodass die Pläne sich weiter bis ins Jahr 2021 schoben. „Es war ganz bestimmt keine Entscheidung einfach aus dem Bauch heraus, sie war hingegen sorgfältig überlegt und geplant“, erzählt Christiane Schroer. Einzelhandel, findet sie, vertrage kein blauäugiges Risiko. Von Experten bekam sie viel Lob für ihr gutes Konzept und diese Rückendeckung treibt die Geschäftsfrau nun an.

Eröffnung soll am 1. März sein, vorausgesetzt, die Läden dürfen wieder öffnen. Ansonsten hat die kreative Unternehmerin einen Plan B. „Ich freue mich darauf, einen Brückenschlag zwischen Innenstadt und unserem Stammhaus schlagen zu können“, sagt sie – mit viel Respekt zwar vor der jetzigen Pandemie-Situation, aber mit dem Wunsch, Besucher der Innenstadt neu zu inspirieren.

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Elisabeth Schrief

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