Nach vielen Monaten fließt erstmals wieder Wasser über das Walzenwehr am Halterner Stausee. Der See ist jetzt wieder normal gefüllt. © Jürgen Wolter
Halterner Stausee

Nach langer Dürrezeit: Die Halterner Stauseen sind wieder gut gefüllt

Bis in den Dezember hinein wiesen die Halterner Stauseen extrem niedrige Wasserstände auf. Die Regenfälle über die Feiertage haben sie jetzt wieder gefüllt.

Vielen Radfahrern und Spaziergängern ist es in den vergangenen Tagen aufgefallen: Der Halterner Stausee ist wieder gut gefüllt. Insgesamt beträgt der Füllstand aller drei Becken jetzt über 90 Prozent. Das meldet Wasserversorger Gelsenwasser in seiner aktuellen Statistik.

Das große Nordbecken des Halterner Stausees ist mit einem Wasserstand von 39,19 Metern über NHN (Normalhöhennull, entspricht dem Mereresspiegel) zurzeit zu 95 Prozent gefüllt. Das Südbecken am Wasserwerk hält Gelsenwasser immer auf dem Höchststand von 100 Prozent. Der Hullerner Stausee liegt aktuell bei 39,22 über NHN, das entspricht einer Füllung von 79 Prozent.

Trockenheit bis in den Dezember

Im November und Dezember waren die Füllstände der Talsperren ungewöhnlich niedrig gewesen. Das hatte seinen Grund: Zum Ende des sehr trockenen und warmen Sommers war der Sauerstoffgehalt in der Hullerner Talsperre nach Starkregen mit Abschwemmungen von Feldern im Stevereinzugsgebiet stark gesunken.

Um das Gleichgewicht in der Hullerner Talsperre zu stützen, war der Zufluss aus der Stever überwiegend in der Hullerner Talsperre belassen und nicht weiter in die Zwischenstever zur Halterner Talsperre gepumpt worden.

Fischsterben in der Zwischenstever

Das hatte in der Zwischenstever kurzfristig für ein für die Jahreszeit ungewöhnliches Fischsterben gesorgt. Da aus der Halterner Talsperre durchgängig Wasser zur Versickerung auf dem Wasserwerksgelände entnommen wurde, war dort der Pegel weiter gesunken. Das hatte in der Halterner Talsperre zu einem deutlich abgesenkten Wasserstand geführt.

Ziel beim Talsperrenmanagement ist für Gelsenwasser in jedem Jahr, mit Vollstau in den Frühsommer zu gehen. Diesem ist man jetzt ein gutes Stück näher gekommen. „In den Wintermonaten lassen wir immer noch eine Reserve, falls es zu starken Niederschlägen kommt“, sagt Heidrun Becker, Pressesprecherin der Gelsenwasser AG. „Im Frühjahr entscheiden unsere Fachleute dann, wann sie den Stausee für den Sommer auf komplett 100 Prozent auffüllen“.

Trinkwasser für über eine Million Menschen

Die Halterner Talsperren sind wichtige Wasserspeicher. Die Stauseen Haltern und Hullern haben gemeinsam ein Speichervolumen von 31,5 Mio. Kubikmetern. Das hier gespeicherte Oberflächenwasser sichert in Kombination mit dem in der Haard und der Hohen Mark geförderten Grundwasser die Trinkwassergewinnung im Wasserwerk Haltern für über eine Million Menschen, für Gewerbe und Industrie. Gespeist werden die Talsperren im Wesentlichen über die Stever und den Mühlenbach.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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