Nach Corona-Zeit wieder mehr Fälle von Taschendiebstahl in Haltern

Kriminalität

Abstandsregelungen und der Ausfall von Großveranstaltungen haben es Taschendieben schwer gemacht. Im April 2020 gab es keine einzige Anzeige in Haltern. Das hat sich aber wieder geändert.

28.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Taschendiebe haben es durch Corona-Abstandsregeln schwerer.

Taschendiebe haben es durch Corona-Abstandsregeln schwerer. © picture alliance / dpa

Die Anzahl angezeigter Taschendiebstähle ist in der ersten Jahreshälfte 2020 im Kreis Recklinghausen und Bottrop zurückgegangen: Mit 432 angezeigten Fällen gab es 72 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In Haltern gab es im April sogar gar keine Anzeige wegen Taschendiebstahls. Laut Polizei Recklinghausen zeige das: Abstand helfe nicht nur gegen Corona, sondern auch gegen Taschendiebe.

Positiver Trend setzt sich nicht fort

Der positive Trend durch geschlossene Geschäfte und ausgefallene Großveranstaltungen setzt sich allerdings nicht mehr fort. „Im Mai und Juni haben wir wieder jeweils eine Handvoll Fälle auch in Haltern wahrgenommen“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst. Grundsätzlich sei die Lage in Bezug auf Taschendiebstähle in Haltern aber entspannter als in anderen Städten. „Im vergangenen Jahr gab es in Haltern einige aufmerksame Bürger, die verdächtige Personen bei uns gemeldet haben“, sagt sie. Und trotzdem: „Wenn die Menschen nach den strengeren Corona-Beschränkungen jetzt wieder froh sind, in Ruhe shoppen zu gehen, sollten sie sensibel und aufmerksam bleiben.“

Polizei gibt Tipps zur Prävention

Die Polizei empfiehlt, keine großen Bargeldbeträge bei sich zu tragen und Portemonnaie, Kreditkarten und persönliche Papiere möglichst in verschlossenen Innentaschen aufzubewahren. Helfen könne auch, die Taktik der Taschendiebe zu kennen, da sie meist im Team kommen und auf Ablenkung setzen.

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