Automaten-Sprengung: Staatsanwaltschaft äußert sich zu Ermittlungen

dzSparkasse Sythen

Vor etwa neun Monaten, am 13. Dezember 2019, sorgte die Sprengung eines Geldautomaten der Sparkasse Sythen für Aufsehen. Nun äußert sich die Staatsanwaltschaft Essen zum Stand der Ermittlungen.

Sythen

, 26.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine gewaltige Explosion: Am frühen Morgen des 13. Dezember hatten unbekannte Täter in Sythen einen Geldautomaten in der Sparkasse gesprengt und ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Die Einfahrt lag voller Geldscheine, in der Holzwand des Vorraums steckten Metallsplitter des explodierten Automaten. Die Fensterverkleidung des Foyers lag in Scherben, die bis auf den Hellweg flogen.

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Aus einem Autohaus in Reken gestohlen

Die unbekannten Täter hatten in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember einen Ford und Nummernschilder aus einem Autohaus in Reken gestohlen, um damit kurze Zeit später zur Automaten-Sprengung nach Sythen zu fahren. Der kuriose Fall beschäftigte auch das Einsatzkommando (EK) „Heat“ des Landeskriminalamtes (LKA) NRW in Düsseldorf. Doch bislang blieben die Untersuchungen ohne Erfolg.

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„Die Ermittlungen haben nicht zur Ermittlung von konkreten Tatverdächtigen führen können und sind inzwischen eingestellt worden“, so Oberstaatsanwältin Anette Milk, Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen. „Sollten sich neue Hinweise ergeben, kann das Verfahren jederzeit wieder aufgenommen werden.“ Eine heiße Spur haben die Ermittler bislang offenbar nicht gefunden.

Weitreichende Veränderungen

Bei der Geldautomatensprengung war laut Polizei ein Schaden von 85.000 Euro entstanden. Der Automat wurde komplett zerstört, auch Teile des Vorraums wurden beschädigt. Die Sparkasse musste für ihre Kunden zunächst eine Übergangslösung schaffen. Schließlich kündigte der Vorstand weitreichende Veränderungen für die Filiale am Hellweg an.

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Das Haus am Hellweg 26 wurde 1972 gebaut. „Der Grundriss unserer Geschäftsstelle entsprach der damaligen Zeit. Heute nutzen wir die Fläche für unsere Filiale und auch die Grundstücksgröße nicht mehr optimal aus“, erklärte Sparkassen-Vorstand Helmut Kanter. Daher habe sich die Bank für einen Neubau entschieden. „Die Planungen für den Neubau in Sythen sind soweit gediehen, dass wir in Kürze unseren Bauantrag bei der Stadt zur Genehmigung einreichen wollen“, teilt Helmut Kanter nun auf Anfrage mit.

Fünf Mietwohnungen

In dem neuen Haus sollen neben einer neuen Filiale fünf Mietwohnungen entstehen. So könne man zusätzlich Erträge erwirtschaften. Der Abriss könnte noch in diesem Jahr erfolgen, danach soll der Baubeginn starten. Gegen Ende 2021 rechnet der Sparkassen-Vorstand mit der Fertigstellung. Die Bankgeschäfte sollen während der Bauarbeiten dennoch weiterlaufen. Die Mitarbeiter der Stadtsparkasse könnten vorübergehend in provisorischen Räumen auf dem Grundstück vor der Baustelle arbeiten.

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