Andrea Gernemann (links), Lehrerin an der Katharina-von-Bora-Schule, wurde von Sarah Holtrup von der Praxis Dr. Annette Rudolph geimpft. © Silvia Wiethoff
Corona-Schutzimpfung

Mit Video: So verlief der Impftermin für die Halterner Grundschulen

Das Personal der Halterner Grundschulen hatte die Chance zur gemeinsamen Corona-Schutzimpfung und hat nicht lange überlegt, ob es zugreifen sollte. Am Freitag war es so weit.

Nachdem das Angebot zum gemeinsamen Impftermin aller Halterner Grundschulen in einer WhatsApp-Gruppe geteilt war, habe es nur 24 Stunden gedauert, bis klar gewesen sei: „Wir kriegen das hin und machen mit.“ So berichtete Vivi Klapheck, Leiterin der Katharina-von-Bora-Schule und eine der Initiatorinnen, über die große Bereitschaft an den Schulen, sich dabei einzubringen, die Impfungen gegen das Coronavirus zeitnah und vor Ort möglich zu machen.

Die Impfung fand an der Katharina-von-Bora-Schule statt.
Die Impfung fand an der Katharina-von-Bora-Schule statt. © Silvia Wiethoff © Silvia Wiethoff

Weil mit Dr. Christiane Trogemann an ihrer Schule auch Kontakt zu einer Impfärztin bestand, habe die Organisation gelingen können, so Vivi Klapheck. Schnell habe festgestanden, dass sich als zentraler Standort in Haltern die Katharina-von-Bora-Schule mit ihrer großen Pausenhalle, dem zurückliegenden Verwaltungstrakt und den zwei Ein- beziehungsweise Ausgängen gut eignen würde.

Eine Impfstraße angelegt

Unter Anleitung von Christiane Trogemann wurde am Donnerstag und Freitag eine Impfstraße in der Schule eingerichtet. „Wir hatten hier ein unheimlich gutes Vorbereitungsteam“, sagt Vivi Klapheck über die gemeinsame Kraftanstrengung an ihrer Schule. Sorgen habe man sich eigentlich nur darüber gemacht, ob der Impfstoff auch pünktlich eintreffen werde.

Das war am Freitag um 5.30 Uhr der Fall. Sorgsam sei dieser im Schulkühlschrank aufbewahrt worden, der regelmäßig auf die Kühlung kontrolliert worden sei. Nichts sollte mehr schiefgehen.

Freitagmittag, als sich die ersten der rund 250 impfwilligen Grundschulmitarbeiter in die Warteschlange einreihten, herrschte so etwas wie Aufbruchstimmung auf dem Schulhof und in der Pausenhalle. „Für uns ist das die Chance, dass das Leben in die Schule zurückkehrt“, beschrieb Vivi Klapheck die Stimmung.

Die Sprecherin der Halterner Grundschulen, Veronika Beher, hatte bereits im Vorfeld des Termins mitgeteilt, dass beim Personal der Grundschulen von der Reinigungskraft bis zu den Leitungen eine hohe Impfbereitschaft vorhanden sei.

Neben Christiane Trogemann waren Freitag die Medizinerinnen Dr. Christina Holz und Dr. Annette Rudolph nebst Mitarbeiterinnen im Einsatz. Um für einen möglichst zügigen Ablauf zu sorgen, hatten die Impfprobanden bereits alle notwendigen Formulare ausgefüllt. So konnte das Aufklärungsgespräch vor der Impfung schnell abgeschlossen werden.

Den Termin extra vor das Wochenende gelegt

Da mögliche Reaktionen nach der Verabreichung des Impfstoffs von Astrazeneca zu erwarten sind, wurde der Termin extra vor das Wochenende gelegt. So soll der Schulbetrieb in der nächsten Woche möglichst aufrechterhalten bleiben. In neun bis zwölf Wochen ist die zweite Impfung geplant.

„Ich werde mit einem Gefühl von mehr Sicherheit zur Schule gehen“, sagte eine junge Lehrerin der Sythener Grundschule vor ihrem Pieks.

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Silvia Wiethoff

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