Mit Bakterien belastete Milch - Supermärkte in Haltern betroffen

dzMilch-Rückruf

Milch, die möglicherweise mit schädlichen Bakterien der Aeromonas-Art belastet ist, hat auch ihren Weg in Halterner Supermärkte gefunden. Folgendes ist neben der Rückruf-Aktion zu beachten.

Haltern

, 11.10.2019, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bundesweit ruft der Hersteller Deutsche Milchkontor zusammen mit dem Unternehmen Fude + Serrahn fettarme Frischmilch in den 1-Liter-Kartons zurück. Die Milch könnte sogenannte Aeromonas-hydrophila- und Aeromonas-caviae-Bakterien enthalten, die zu Durchfallerkrankungen erzeugen.

Dass auch Halterner Supermärkte mit fettarmer Frischmilch der betroffenen Chargen beliefert wurden, teilte Kreis-Sprecherin, Svenja Küchmeister, mit. Es gäbe bisher eine Meldung von vier Betrieben, die diese belastete Milch vor Ort gehabt hätten.

Edeka, Netto, Rewe und Lidl nehmen Milch aus dem Kühlregal

Die EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, die für die Belieferung der Seestadt zuständig sei, teilte mit, dass pauschal das gesamte Absatzgebiet betroffen sein könnte. Hier geht es speziell um die Gut&Günstig-Milch. Genauere Angaben könne man aber noch nicht machen.

Bei Netto geht es konkret um die frische Milch von Gutes Land, bei Rewe um die von Ja! und Tip, Milbona ist die betroffene Marke bei Lidl. „Lidl Deutschland hat die betroffene Milch unverzüglich aus dem Verkauf genommen,“ so die Pressestelle. Dasselbe haben auch die Netto- und die Rewe-Filialen getan, sagen die Pressestellen.

Die Nachfrage bei Aldi Nord ergab, dass die Milsani-Milch in Halterner Filialen nicht mit den Genusstauglichkeitskennzeichen DE NW 508 EG und den angegebenen Mindesthaltbarkeitsdaten beliefert wurden.

Bakterien können für abwehrgeschwächte Personen gefährlich werden

Bei abwehrgeschwächten Personen bestehe neben einer möglichen Durchfallerkrankung sogar die Gefahr von Haut- oder Weichteil-Infektionen sowie Entzündungen des Knochens oder Knochenmarks, sollten Keime in eine Wunde gelangen.

In welchen Regalen genau verunreinigte Frischmilch stand, wird sich noch zeigen. Die Verbraucherzentrale teilt mit, dass das „sprudelnde Aufkochen der Milch die Keime abtötet“.

Betroffene Milch in den 1-Liter-Kartons könne auch ohne Kassenbeleg gegen Erstattung des Kaufpreises zurück gegeben werden. Welche Frischmilch genau betroffen ist, vor allem welche Mindesthaltbarkeitsdaten genau, können unter www.verbraucherzentrale.nrw eingesehen werden.

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