Metzelder-Stiftung erhält Skulptur von Ulrich Schriewer

HALTERN Ein gelungener Doppelpass zwischen zwei Halternern: Für die Christoph-Metzelder-Stiftung hat Ulrich Schriewer eine beeindruckende Skulptur entworfen.

von Von Herrmann Beckfeld

, 04.07.2008, 19:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor dem ersten Abschlag präsentierten Nationalspieler Christoph Metzelder und Thomas Belting vom Stiftungsvorstand das Kunstwerk von Ulrich Schriewer.

Vor dem ersten Abschlag präsentierten Nationalspieler Christoph Metzelder und Thomas Belting vom Stiftungsvorstand das Kunstwerk von Ulrich Schriewer.

Freitagmorgen auf der Anlage des Vestischen Golfclubs Recklinghausen. Der Vize-Europameister lud zum 1. Golf Charity Cup ein, und 100 Unternehmer und Prominente wie Klaus Fischer und Norbert Dickel kamen zum Turnier. Einer, der nicht anwesend war, stand bei der Pressekonferenz im Mittelpunkt: Ulrich Schriewer, Künstler aus unserer Stadt und Freund der Familie Metzelder. Er formte und stiftete die Trophäe, um die gestern die Golfer kämpften.SymbolcharakterEine Skulptur mit hohem Symbolcharakter, wie ein sichtlich beeindruckter Christoph Metzelder erklärte. Ein Kunstwerk aus Edelstahl und orangenem, heimischen Quarzsand. Die erhobene Hand, die dynamisch anzeigt: Wir, die Stiftungsmitglieder, wollen etwas bewegen. Die andere Hand, die Schwächeren unserer Gesellschaft helfen möchte. Der Sand, mit Kunstharz gefestigt und Eisenoxyden gefärbt, als Symbol vereinter Kräfte. Jeder gibt ein Sandkorn hinzu, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen bei der Ausbildung zur Seite zu stehen.Stiftungsziel: Eine Million Euro„Unser Stiftungsziel sind eine Million Euro“, erklärte Vorstandsmitglied Thomas Belting, der anfangs die Trophäe nur mit weißen Handschuhen anfasste. Nationalspieler Christoph Metzelder, in Diensten von Real Madrid, ging nicht so vorsichtig mit dem Wanderpokal um. Er machte sich auch keine Hoffnung, das Kunstwerk zu gewinnen. „Dafür bin ich als Golfer einfach zu schlecht“, verriet er.Gewinner spielen kein Golf Benefiz-Spiele für die Stiftung in seiner Sportart will er jedoch nicht organisieren. „Irgendwann muss der Fußball auch Pause machen. Vielleicht treffe ich ja mit dem Schläger bald besser.“ Die sportlichen Sieger wurden – mit Ulrich Schriewer am Tisch der Ehrengäste – am späten Abend bei einem Festbankett geehrt. Der Name? Egal. Die wahren Gewinner von Recklinghausen spielen kein Golf.

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