Es reicht! So werden die Halterner diesen Winter nicht überstehen

Die Kosten für Gas explodieren. Wie es weitergeht, ist für viele Familien unklar. Die Maßnahmen, die die Politik ergreift, reichen einfach nicht aus, meint unsere Autorin.
Eine Grafik zeigt die Kommentatorin Nora Varga vor einem eingeschalteten Gasherd.
Die steigenden Gaspreise können die Menschen nicht mehr abfangen, die Politik muss mehr tun, meint unsere Autorin. © Montage: Nora Varga

Wenn ich in den vergangenen Wochen jedes Mal in Gesprächen einen Euro für den Satz „alles wird teurer“ bekommen hätte, dann könnte ich vielleicht meine Gasrechnung zahlen. Bekomme ich aber nicht und damit muss ich, wie Millionen andere Menschen in diesem Land, warten. Warten auf die Gasrechnung, die wie ein Damoklesschwert über dem Winter hängt.

Die Ampel: Ein Fehler nach dem anderen

In dieser Lage gibt die Ampel gerade ein desaströses Bild ab. Gasumlage, kein würdiger Nachfolger für das 9-Euro-Ticket und ständig werden riesige Bevölkerungsgruppen wie Studenten, Rentner oder Geringverdiener bei den Entlastungspaketen vergessen. Es ist klar, dass alle verzichten müssen und die Politik nicht jeden Euro abfangen kann, den Familien im Moment mehr auf den Tisch legen müssen.

Aber so wie es aktuell aussieht, wird es tausende Menschen geben, die in diesem Winter wählen müssen, ob sie essen oder heizen wollen. Wenn eine Halterner Familie plötzlich monatliche 580 statt vorher 180 Euro für ihr Gas bezahlen muss, dann hat das nichts mehr mit „den Gürtel enger schnallen“ zu tun, sondern ist ein Existenzkampf.

Das Ausmaß der Krise und Armut, die im Winter über uns kommen wird, ist noch nicht genau abzusehen. Aber wenn die Ampel ihre Bürgerinnen und Bürger weiter im Stich lässt und lieber interne Grabenkämpfe führt, dann wird sie bald auch das letzte Vertrauen verspielt haben. Jetzt muss gehandelt werden.

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