Mehr Corona-Schnelltests bedeuten nicht weniger Ansteckungen

Meinung

Die Schnelltests vor dem Besuch von Geschäften werden in Haltern rege genutzt. Doch mehr Tests helfen nicht, den höchsten Inzidenzwert seit Beginn der Pandemie zu senken. Ein Kommentar.

Haltern

, 31.03.2021, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Seestadthalle wird ein weiteres Testzentrum entstehen.

An der Seestadthalle wird ein weiteres Testzentrum entstehen. © Jürgen Wolter

Halterns Geschäfte müssen nicht wieder schließen. Das ist eine gute Nachricht. Das Click-and-Meet-Konzept funktioniert. Eine Perspektive für die Kaufleute, ein bisschen Normalität im Alltag für all die Bürger, die sich so lange zusammengerissen und auf den Einkaufsbummel verzichtet haben.

Mit beschränktem Zugang, Maske und Abstand wird hier alles getan, um die Ansteckung möglichst auszuschließen. Ein negativer Antigen-Test soll für noch mehr Sicherheit sorgen. Mit dem neuen Testzentrum, das Donnerstag eröffnet, werden weitere wichtige Kapazitäten geschaffen.

Jetzt lesen

Doch das sollte uns nicht in kompletter Sicherheit wiegen. Mehr Tests bedeuten zwar, dass mehr positive Fälle entdeckt werden können. Andererseits bietet ein negatives Ergebnis des Antigen-Schnelltests auch keine hundertprozentige Gewissheit, nicht infiziert zu sein. Es sollte nicht dazu verleiten, in Familie und Freundeskreis oder am Arbeitsplatz auf Vorsichtsmaßnahmen zu verzichten. Dort (und in Schulen und Kitas) finden die meisten Ansteckungen statt.

Denn die Inzidenzzahl in Haltern ist weiterhin hoch und steigt. Mit dem Impfen geht es leider bisher nur schleppend voran. So anstrengend es ist, wir haben es zum größten Teil wieder selbst in der Hand, wie es weitergeht. Sonst kommt der ganz harte Lockdown.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt